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03/31/2021

Koelnmesse 3.0

Das dänische Architekturbüro COBE hat die Ausschreibung für das neue Messehochhaus in Köln gewonnen. Die Pläne für den künftigen Campus der Koelnmesse sehen drei „Bausteine” vor.

Auf dem Gelände der Koelnmesse wird – unübersehbar – gebaut. Bis 2030 entsteht „nachhaltig das attraktivste innerstädtische Messegelände der Welt”, heißt es vollmundig auf der Webseite der Messegesellschaft.

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Dieses Vorhaben hat gute Chancen auf Realisierung – denn den Wettbewerb für die Neugestaltung der Koelnmesse hat COBE Architekten gewonnen. Sechs Büros waren aufgefordert, Entwürfe für die „Koelnmesse 3.0” einzureichen. Die Jury hat sich für jenen des dänischen Architekturbüros COBE entschieden – und zwar einstimmig.

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Architektursprache wird fortgeführt

Mit rund 25.000 m² Fläche ist das Hauptgebäude der Koelnmesse eines der größten Kongresszentren der Welt. Bis dato strömten jährlich mehr als drei Millionen Besucher dorthin. Es ist jedoch merklich in die Jahre gekommen – so stellte sich die Frage, ob nicht ein Neubau wirtschaftlicher und sinnvoller ist.

Heute ist die Unternehmenszentrale im denkmalgeschützten KHD-Gebäude untergebracht. Dieses wurde Anfang der 1960er Jahre von Hentrich Petschnigg & Partner als Verwaltungsgebäude für Klöckner Humboldt Deutz (KHD) nach dem Vorbild der amerikanischen Bauten von Mies van der Rohe entworfen.

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Anforderungen von heute erfüllen

Nun wird der Neubau auf eigenen Flächen an der Deutz-Mülheimer Straße in Angriff genommen. Das in Kooperation mit dem englischen Ingenieurbüro Buro Happold und der deutschen Gesellschaft DEKRA entworfene Projekt für die Neugestaltung bezieht aber die bestehende Architektur mit ihren langgezogenen Kolonnen und großzügigen Erdgeschoßflächen mit ein.

Buro Happold war Partner unter anderem beim von Safdie Architects entworfenen Jewel Changi Airport in Singapur oder von Renzo Piano beim Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles.

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Das Ziel des Projekts Koelnmesse 3.0 ist ein Messebetrieb, der den neuen Anforderungen von Veranstaltern, Ausstellern und Besuchern gerecht wird. Veranstaltungsbesuche sollen bequemer werden, das Messeumfeld an Attraktivität gewinnen, Energieverbrauch reduziert, Nachhaltigkeit gesteigert werden. Im modernen Gelände, in verbesserten Verkehrswegen und neuen Gebäuden mit effizienter Flächenaufteilung sieht man die Voraussetzungen dafür.

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Neue Elemente

Der im Siegerprojekt unter der Leitung von Dan Stubbergaard skizzierte Messe-Campus besteht aus folgenden drei Elementen: Den „Koelnmesse Terrassen”, die als Firmensitz dienen werden (Baufeld A), dem Parkhaus und der weiteren Bebauung im Baufeld B. Die einzelnen Elemente „reagieren” auf die von der Verkehrsinfrastruktur vorgegebene Halbkreisform im östlichen Teil des Geländes.

Die künftige Messearchitektur wird auch neue Bestandteile wie den Eingang Ost, das Terminal, die Confex (eine Mischung aus „Conference” und „Exhibition”) und die neue Halle 1 im westlichen Teil des Messegeländes umfassen.

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Unterschiedliche Büroformen

Die drei einzelnen Baukörper sind im Sockelbereich mit dem Messegelände verbunden. Dort sind Konferenzsäle, Co-Working-Spaces, Kantine und Fitnessbereich untergebracht. In den oberen Etagen befinden sich die flexiblen Arbeitsräume, was nicht nur moderner sondern auch eine effizientere Raum-Lösung darstellt.

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Die einzigartige Lage im Zentrum Kölns an der Deutz-Mülheimer Straße ist im Vergleich mit anderen Messe-Standorten ein eindeutiges Alleinstellungsmerkmal, so die Faltin+Sattler GmbH, Experten für Wettbewerbsmanagement und Stadtplanung. Die Koelnmesse verschreibt sich daher auch dem Ziel, „langfristiger, zukunftssicherer und moderner Bürostandort” zu sein, betont Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse. Bis 2025 soll der Neubau fertiggestellt sein.

„Nicht-Raum” wird zum Stadtraum

Dem Vorsitzenden der Jury, Kaspar Kraemer, hat insbesondere „der Erhalt des Baumbestandes und die parkähnliche Gestaltung des Außengeländes mit großzügigen Wasserflächen” gefallen. Damit werde der „vorhandene ,Nicht-Raum‘ zu einem einladenden Stadtraum aufgewertet. Gleichzeitig schaffe der Grünbereich die Verbindung zu den neuen Stadtteilen im Norden Kölns.

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Bleibt nur zu hoffen, dass die aktuellen Umstände und die Ausfälle durch Covid 19 keinen Strich durch die Rechnung machen. Denn günstig wird der Bau nicht. Koelnmesse hätte daher Medienberichten zufolge gern von den beiden Gesellschaftern, der Stadt Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen, einen Zuschuss.

Text: Linda Benkö Renderings/Fotos: Cobe A/S, Koelnmesse

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