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04/06/2021

Grüner Hoteltraum „Vietnam-Style“

Dass Arnaud Zannier außergewöhnliche Urlaubsrefugien schafft, ist Reise-Gourmets längst bekannt. Jetzt hat der Hotelier ein neues Juwel hinzugefügt: Der grüne Hoteltraum „Bãi San Hô“ reanimiert traditionellen „Vietnam-Style“ in bislang unberührter Landschaft.

Kann etwas schlicht und zugleich luxuriös sein? Arnaud Zannier, ist überzeugt davon. Denn der Hotelier ortet den Reiz exquisiter Urlaubsdomizile genau in der Verbindung beider Attribute. Simpel und doch edel müssen seine Häuser sein. Achtsam in die Umgebung eingebettet und so gestaltet, dass Natur wie auch Kultur des Standorts voll zur Geltung kommen. Sein jüngster Streich erfüllt die Vorgabe perfekt:Der grüne Hoteltraum „Bãi San Hô“ glänzt in authentischem „Vietnam-Style“. Traditionelle Architekturstile, natürliche Materialien und Kunsthandwerk prägen die Anlage an Vietnams Ostküste, die sich sanft in unberührter Natur verbirgt.

Philosophie, die Bäume versetzt

„Bãi San Hô“ steht in der Landessprache für „Bucht der Korallen“. Ein Name, der gut zum grünen Hoteltraum passt. Schließlich liegt dieser auf einer Halbinsel in der ProvinzPhú Yênund direkt an einem kilometerlangen weißen Sandstrand. Die Anlage wurde dort – etwa 35 Kilometer südlich von Quy Nhơn – inmitten eines geschützten, 93 Hektar großen Areals errichtet. Fast 97 Prozent des Resorts sind von üppiger Vegetation umgeben. Und ganz im Sinne von Zanniers Philosophie blieb diese beim Bau so unversehrt wie möglich: Kein Baum oder Busch fiel dem Projekt zum Opfer. Was weichen musste, wurde umgepflanzt.

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Um den echten „Vietnam-Style“ auch in Sachen Flora zu erhalten, sorgte Zannier für eine landesweite Premiere: Zum ersten Mal wurde bei einem Hotelbau in Vietnam eine temporäre Gärtnerei eingerichtet.

Im Dienst der Artenvielfalt

Mit dem Ziel, das Projektareal mit endemischer Vegetation zu versorgen, wurden 50.000 einheimische Sträucher und Gräser gezogen und gesetzt. Ein großes Plus für die lokale Artenvielfalt, das auch der Tierwelt der Region weiterhin natürlichen Lebensraum sichert.

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Den Gästen bietet der grüne Hoteltraum ein Erlebnis, das die Traditionen des Landes hautnah spürbar macht. In Anlehnung an Vietnams Stammeskulturen sind die 71 Villen in den drei unterschiedlichen, typischen Architekturstilen der Cham, Bahnar und Ede erbaut. Errichtet wurden sie nach uralten, vor Ort entstandenen Techniken.

Wie bei all unseren Projekten war es uns wichtig, mit lokalen Materialien und traditionellen Bautechniken starke Ortsverbundenheit zum Ausdruck zu bringen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu gewährleisten

Arnaud Zannier, CEO und Gründer der Zannier Hotels
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Das Grundgerüst der meisten Gebäude besteht aus einheimischem „Gỗ Chò Chỉ“-Holz, das vor allem für seine Resistenz gegen die Feuchtigkeit bekannt ist.

Achtsam gebaut

Das Gewächs, das diesen Rohstoff liefert, ist vielerorts durch den Verlust seiner Lebensräume bedroht. Eine Tatsache, die den schonenden Umgang mit der noch ursprünglichen Vegetation besonders wichtig macht.

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Besonders beeindruckend ist das zugleichkomplexeste Gebäude des neuen Resorts: Das Restaurant („Bà Hai“) ist eine Hommage an die traditionelle Architektur des vollständig aus Holz erbauten Bahnar Communal House. Mit 12 Metern Höhe ist es zwar nicht ganz so hoch wie sein historisches Vorbild (19 Meter), eröffnet jedoch schönen Ausblick auf die hoteleigenen Reisfelder.

Natur als Co-Designer

Auch Materialen wie Rattan, Bambus, Stein und Stroh, deren Textur sich im Laufe der Zeit verändert, garantieren echtes „Vietnam-Style“ Ambiente.

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Der grüne Hoteltraum inmitten von Bambus- und Palmenhainen fügt sich harmonisch in sein natürliches Umfeld ein. Auch das höchste Dach der Anlage ist kaum von den Baumkronen zu unterscheiden. 46 der exquisit im landestypischen Design ausgestatteten Villen verfügen über private Pools. Und alle profitieren vom südchinesischen Meer, an dessen Strand das Urlaubsparadies ruht.

Echtes „Vietnam–Style“ Ambiente

Um den kulturellen Besonderheiten des Landes wirklich gerecht zu werden, reiste Arnaud Zannier monatelang quer durchs Land. Der Hotelier erforschte lokale Traditionen und Bauweisen und ließ sich von Einheimischen mit deren Lebensart und Kultur vertraut machen. Schließlich sollte sein fünftes Herzensprojekt keinesfalls zum künstlichen „Vietnam-Style“ Disneyland geraten.

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„Der Anspruch an Bãi San Hô war es, echte Erlebnisse zu schaffen, bei denen Leidenschaft, Menschen und Sinnhaftigkeit aufeinandertreffen“, schildert Zannier. Vor allem die Architektur der schwimmenden Dörfer habe ihn fasziniert: „Diese waren es auch, die mich schließlich zum Bau der Paddy Fields Villas inspirierten“.

Landestypische Architektur

Die Paddy Field Villen des Resorts sind von den traditionell auf Stelzen gesetzten Häusern vietnamesischer Fischer inspiriert. Mit ihren blauen Wänden erinnern sie an deren ursprüngliche Domizile. Details wie der landestypische, kegelförmige Hut „Non La“, und handgewebte Fischereikörbe aus Schilf unterstreichen die Authentizität auf elegante Art.

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Die Hill Pool Villen hingegen sind im Stil der so genannten „Long Houses“ konstruiert. Erdige Töne, Natursteinmauern und Fußböden aus Bambus bieten rustikales Flair, das die enge Beziehung zur Volksgruppe der Ede zum Ausdruck bringt. Neben dem weiten Blick auf die Korallenbucht ist das Highlight hier die gelebte Ede-Tradition: Für jede neue Generation wird ein weiteres Zimmer ans bestehende „Long House“ angebaut.

Schlichter Luxus

Für die Beach Pool Villen stand der Stil des auch an der Küste ansässigen Reisbauernvolks der Cham Pate: Cremefarbene Töne und Wandpaneele aus Treibholz dominieren hier das Ambiente und ergeben jenes echte „Vietnam-Style“ Gefühl, das der grüne Hoteltraum bieten soll.Wie auch bei den Hill Pool Villen kann der Gast hier zwischen Ein- und Zwei-Schlafzimmer-Varianten wählen.

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Wie seine Resorts aussehen, bestimmt der engagierte Hotelier in erster Linie selbst. Der Gründer und CEO der inzwischen fünf Anlagen umfassenden Zannier-Gruppe ist zugleich Chef seines eigenen Design-Teams. Mit dem Bau von „Bãi San Hô“ wurde im März 2018 begonnen, der Grundstein wurde im Juni darauf gelegt. In der Anfangsphase holte sich Zannier professionelle Unterstützung beim französischen Architekturbüro KO. Und bereits am 1. Dezember 2020 konnte der grüne Hoteltraum in Vietnam seine Pforten öffnen.

Fischer ins Boot geholt

Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie Solar-Anlagen oder Regenwasser-Recycling fehlen der „Vietnam-Style“ Destination zwar. Doch man bemüht sich – neben den genannten Umpflanzungen und der Gärtnerei – auf andere Art um Umweltschutz: Das Resort arbeitet eng mit den lokalen Fischern zusammen, um der Überfischung an der Küste entgegenzuwirken und das vorgelagerte Korallenriff zu schützen. Und eine Aufbereitungsanlage sorgt dafür, dass sparsam und sauber mit dem wichtigen Rohstoff Wasser umgegangen wird.

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„Wie bei all unseren Projekten war es von großer Bedeutung, dass wir mit Verwendung lokaler Materialien und traditionellen Bautechniken starke Ortsverbundenheit zum Ausdruck bringen und dabei stets verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gewährleisten“, betont Zannier. Es sei immer sein Ziel, „dem Land, seinen Kulturen und der Umwelt treu zu bleiben“.

Der Reiz des Unbekannten

Ziel Nummer zwei des Hoteliers soll das neue „Bãi San Hô“ vor allem für die Gäste spannend machen: Der grüne Hoteltraum soll Reisende „ein noch unberührtes Fleckchen Erde entdecken lassen, das immer noch ein wenig mysteriös und weitgehend unbekannt ist“.

Es ist immer mein Ziel, dem Land, seinen Kulturen und der Umwelt treu zu bleiben

Arnaud Zannier, CEO und Gründer der Zannier Hotels
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Sicher ist, dass Zanniers „Vietnam-Style“ Projekt seine noch junge, im Privatbesitz befindliche Hotelgruppe ein zusätzliches Juwel erweitert. Was schon die ersten vier Häuser spannend macht, wird im„Bãi San Hô“ weitergeführt: Die mit viel Fingerspitzengefühl designten Urlaubsdomizile setzen Charakteristika, Natur und Kultur der Region ins Rampenlicht – ohne mit dem Luxus, den sie bieten, zu protzen.

Spezialist fürs Extravagante

So kombiniert etwa Zanniersnamibische Lodge „Omaanda“ nordöstlich von Windhoek individuelles Design mit Ovambo-Tradition. Im Süden der Namib-Wüste indes nimmt das auf Felsen errichtete Zeltcamp „Sonop“ die Gäste mit auf eine Zeitreise in die 1920er Jahre. Und „Le Chalet“ im französischen Megève vereint den Charme traditioneller alpiner Architektur mit modernem Komfort.

Spezielle „Abenteuer“

Auch das Zannier Hotel „Phum Baitang“ in Kambodschas berühmter Stadt Siem Reap wartet mit außergewöhnlichen Highlights auf: Umgeben von Reisfeldern und im klassischen Khmer-Stil gebaut, ist es der ideale Ausgangspunkt für Erkundung des legendären Angkor Wat und anderer naher Tempelanlagen.

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Exquisite Resorts an noch unberührten Orten sind gefragt. Vor allem bei zahlungskräftiger Klientel, die Neues entdecken möchte, ohne gewohnten Komfort zu missen.

Trend zum „Luxus-Abenteuer“

Ein Trend, auf den etwa auch die renommierte „Six Senses“-Gruppe setzt: Ihr umweltfreundliches Resort „Shaharut“ in Israel soll im August 2021 eröffnen. Im „Bibel-Land“ der Wüste Negev beeindruckt es mit Architektur, die Geschichte auferstehen lässt – Annehmlichkeiten moderner Top-Hotels natürlich inklusive. Und im Naturparadies der Galapagos Inseln entsteht eine weitere, exklusive „Six Senses“-Destination nach Plänen des Öko-Architekten Hitesh Mehta.

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Ein Schnäppchen sind Ferien in derlei Anlagen freilich nicht. Wer beispielsweise im vor Ort klimatisch angenehmen Mai eine Woche im neuen „Zannier Hotel Bãi San Hô“ verbringen will, muss laut dessen Website mindestens rund 410 Euro pro Nacht hinblättern.

„Vietnam-Style“ vom Feinsten

Allerdings: Laut Abfrage per Buchungslink des Resorts gibt’s dafür eine „Paddy Field Villa“. Und sehnt man sich nach echtem „Vietnam-Style“ in Arnaud Zanniers schlicht-luxuriösem, fünften Herzensprojekt, könnte der Aufenthalt im grünen Hoteltraum durchaus zum unbezahlbar beeindruckenden Erlebnis werden.

Text: Elisabeth Schneyder Bilder: Frederik Wissink / Zannier Hotels

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