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04/09/2021

Eine (Liebes-)Geschichte über die Musik und das Meer

Jean Nouvel konnte sich in der Ausschreibung für die neue Oper in Shenzhen gegen 17 weitere Teams von Rang und Namen durchsetzen: Mit „The Light of the Sea”.

Ateliers Jean Nouvel hat den internationalen Wettbewerb für das neue Opernhaus am Wasser in Shenzhen (China) für sich entschieden. Das Büro des französischen Star-Architekten und Pritzer-Preisträgers hat sich damit gegen zahlreiche weitere um das Projekt ritternde Teams durchgesetzt. Die 17 Finalisten wurden aus insgesamt 100 Einreichungen gewählt. Das neue Opernhaus soll Wahrzeichen und kulturelles Zentrum für Shenzhen werden.

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The Light of the Sea: eine Hommage

Nouvels Vorschlag trägt den Namen „The Light of the Sea” (Das Licht des Meeres). Es zeigt geschwungene, futuristische Formen, die sich zum Wasser hin wenden. Der Entwurf ist sozusagen eine Hommage an die „Eleganz des Wassers”. Das Gebäude soll den Eindruck erwecken, mit der aquatischen Umgebung zu verschmelzen.

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Im Januar 2020 fiel der Startschuss: Gesucht wurde ein Team, das den großen neuen Kulturkomplex auf einem 17,5 Hektar großen Gelände am südlichen Ende der Shekou-Halbinsel entwirft und realisiert. Das Projekt ist nahe der Shenzhen Bay Bridge gelegen. Diese verbindet die Siedlung auf dem chinesischen Festland mit Hongkong. Das neue Opernhaus nach dem Plan von Jean Nouvel erstreckt sich am Ufer entlang.

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Starke Konkurrenz

Zu den Juroren für den von der Stadt Shenzhen unterstützten Auftrag gehörte der Gründer des Heatherwick Studios, Thomas Heatherwick. Ateliers Jean Nouvel hat unter anderem die Bjarke Ingels Group (BIG) in Kooperation mit dem Beijing Institute of Architectural Design, Kengo Kuma and Associates (mit dem Shenzhen University Institute of Architectural Design), das britische Büro Rogers Stirk Harbour + Partners (RSHP), MVRDV gemeinsam mit dem Guangzhou Design Institute, Rex Architecture und Jet Architects und auch die Skandinavier von Snøhetta abgehängt.

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Nouvels siegreicher Vorschlag erzählt „eine Geschichte über die Musik und das Meer aus der Perspektive der Stadt und des Berges” – so wird er umschrieben. Das geschwungene Dach nimmt die Wellen des Meeres vorweg und scheint sowohl Musik als auch Meer gleichsam zu umarmen.

Opernhaus Shenzhen wird 2024 fertig

Das Projekt wird eine Opernhalle mit 2.300 Plätzen, eine Konzerthalle mit 1.800 Plätzen, einen kleineren Operettensaal, ein Mehrzwecktheater und einen freistehenden 3.000 m² großen „Kunstsalon” umfassen. Der Bau soll 2024 abgeschlossen sein.

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Ein weiteres Charakteristikum von Nouvels Entwurf sind die vielen großen Glasfassaden, die zum Chinesischen Meer hin gewandt sind. Die Transparenz schafft automatisch eine Verbindung zwischen dem Gebäude und dem Wasser, das es auf drei Seiten umgibt. Der Hauptsaal öffnet sich zu einer großen Loggia hin – mit Blick auf das Meer natürlich.

Das Opernhaus heißt das Meer willkommen und bezieht es mit ein. Meer und Gebäude gehen eine Vebindung miteinander ein.

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Liaison zwischen Musik, Meer, Licht

Im Gebäudeinneren wird das Thema mit einer Reihe von Materialien fortgesetzt, darunter schillerndes Perlmutt. Es kommt in der inneren, perlenartigen Schicht der Schale von im Meer lebenden Mollusken oder Weichtieren vor. So ist sowohl konzeptionell als auch durch die irisierende Optik der Bezug zum Meer gegeben. Das Perlmutt setzt im Foyer und als Dekoration der Wände und an den Rundungen der Balkone im Hauptsaal lichtvolle Akzente.

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Zum Oeuvre des franösischen Stararchitekten gehören unter anderem das Nationalmuseum von Katar, der Louvre Abu Dhabi und das Hotel Sofitel in Wien.

Text: Linda Benkö Visualisierungen: Ateliers Jean Nouvel

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