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10/27/2020

Business geht durch den Magen

Vor kurzem eröffnete in Warschau das erste Nobu Hotel Osteuropas. Die abgerundete V-förmige Silhouette ist nicht das einzige beeindruckende Feature des Gebäudes.

Als Erweiterung des im Art Deco-Stil errichteten Hotel Rialto steht nun das erste Nobu Hotel Osteuropas in Warschau. Im Spätsommer wurde es eröffnet. Es erfreut das Auge und ganz sicher den Gaumen – denn die Restaurants von Küchenchef Nobu Matsuhisa stehen für exquisite asiatische, insbesondere japanische Speisen.

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Geplant und umgesetzt wurde der Bau von den Architekten Przemo Łukasik und Łukasz Zagała vom polnischen Architekturbüro Medusa Group. Es befindet sich im Herzen der polnischen Hauptstadt, gegenüber der stylischen Shopping Mall „Hala Koszyki”.

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De Niro gab den Anstoß

Die internationale Marke Nobu, Namensgeber von exklusiven Lifestyle-Hotels und originellen Restaurants, hat ihre Entstehung keinem geringeren als der US-amerikanischen Schauspiel-Legende Robert de Niro zu verdanken.

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De Niro war in den späten 1980er Jahren in Los Angeles Gast im Restaurant von Küchenchef Nobu Matsuhisa. Nicht nur Liebe geht durch den Magen, offenbar auch Business: Denn De Niro überredete Matsuhisa, ein Restaurant in seiner Heimatstadt zu führen. Einige Jahre später war es so weit, das Nobu-Restaurant in Manhattan öffnete seine Pforten.

18. Nobu Hotel weltweit

Gemeinsam mit dem Filmproduzenten und Geschäftsmann Meir Teper entstand die Idee, Restaurants und Hotels zu verknüpfen. Seitdem steht der Name Nobu für Luxus und elegantes Design. Das Fünf-Sterne-Hotel Nobu Warschau ist das 18. Hotel dieser Kette, und das Nobu Restaurant ist eines von 40 auf fünf Kontinenten. Jährlich strömen drei Millionen Gäste in die Nobu-Gourmettempel.

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Interessante Form

Das Eckgebäude lehnt mit seinen dekonstruierten Rundungen an den Warschauer Baustil des frühen 19. Jahrhunderts an. Dabei bringen aber der Beton und die bodentiefen Fenster eine klare Linie und moderne Optik in das Ensemble. Die großzügigen Glasflächen sorgen auch gleich für viel Tageslicht.

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Eine Herausforderung stellte der V-förmige Grundriss dar: Die Lösung für die sieben Stockwerke bestand in den gebogenen, jeweils versetzten Aluminium-Glas-Konstruktionen. Auf den so entstandenen Vorsprüngen lockern Grünpflanzen den spannenden Beton-Glas-Mix auf, der sich so perfekt in die Umgebung einfügt. Maßgeblicher Hersteller war die zur Grupa Kęty gehörende Aluprof SA, ein führender globaler Hersteller von Aluminiumsystemen für die Bauwirtschaft.

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Brücke zwischen alt und neu

Der großzügige Eingangsbereich verbindet die beiden Flügel (Rialto und Nobu) wie eine Brücke miteinander. Die über sieben Stockwerke verteilten Zimmer werden mit zeitgenössischer Kunst der Jankilevitsch Collection ausgestattet.

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Auf einer Gesamtfläche von 11.830 Quadratmetern hat die Medusa Group 120 luxuriöse Zimmer, Konferenz- und Eventräume, den Fitnessbereich sowie das Markenrestaurant Nobu entworfen. Das polnische Architekturbüro hat sich bisher vor allem mit zurückhaltender Industriearchitektur hervor getan.

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Die Inneneinrichtung wurde in Zusammenarbeit mit dem preisgekrönten kalifornischen Studio PCH geplant, das bereits an mehreren Nobu-Projekten beteiligt war. So bleibt auch das Interior Design des neuen Komplexes dem minimalistisch-japanischen Stil treu, in thematischer Übereinstimmung mit dem Herzstück des Hotels, dem Restaurant Nobu selbst. Im historischen Teil des Hotels sind dagegen klassische polnische Akzente gesetzt.

Es ist nicht nur das erste Hotel dieser Kette in Polen, sondern auch in ganz Osteuropa. Das rund 22 Millionen Euro teure Projekt wurde nach dreijähriger Bauphase fertiggestellt.

Text: Linda Benkö, Fotos/Renderings: Juliusz Sokołowski, Przemo Łukasik, Łukasz Zagała

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