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06/22/2021

rePET: Kann eine Plastikverpackung nachhaltig sein?

Es liegt nicht nur an Einzelpersonen, sondern vor allem in der Verantwortung großer Unternehmen, Nachhaltigkeit als wichtiges Thema zu forcieren. Welche Rolle spielen Verpackungsmaterialien?

Wie hinterlassen wir den kleinstmöglichen CO2-Fußabdruck, was tut der Umwelt auf lange Sicht gut? Nachhaltiges Handeln mit Blick in die Zukunft ist für uns alle wichtig, um auch der nächsten Generation einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. In dieser Diskussion stehen auch Lebensmittelverpackungen im Fokus.

Nachhaltigkeitsmythen rund um Verpackungen unter der Lupe

Dass wir Verpackungen für viele Alltagsgegenstände brauchen, liegt auf der Hand: Wie sonst sollen wir unser Trinkwasser zum Sport mitnehmen, Waschmittel transportieren oder Joghurt vom Supermarkt nachhause bekommen? Immer lauter wird jedoch die Kritik an Einwegplastik, mit dem wir Unmengen an Müll verursachen. Es scheint nahezuliegen, von Plastikverpackungen konsequent auf Glas oder andere Alternativen umzusteigen. Doch ist das zu kurz gedacht?

Was hat Einfluss auf die Umweltfreundlichkeit?

Um die Umwelteinflüsse unterschiedlicher Verpackungsmaterialien zu verstehen, müssen wir einen Blick auf den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung werfen. Dabei kommt es auch darauf an, wie viele Ressourcen bei der Produktion, beim Transport und bei der Reinigung von Mehrwegprodukten verbraucht werden – ebenso bei der Wiederaufbereitung von gebrauchten Materialien.

  • ... Kunststoffverpackungen wahre Leichtgewichte sind? Verpackungen aus Glas oder Metall wiegen oft das Zehnfache, was sich negativ auf den CO2-Fußabdruck auswirkt.
  • ... Kunststoff bei rund 260 °C verarbeitet wird und Glas erst bei rund 1500 °C schmilzt? Dieser deutliche Unterschied spielt für die Ökobilanz von Verpackungen eine große Rolle.
  • ... recyceltes PET bis zu 90% weniger Treibhausgas verursacht als Neuware? Wer zu Produkten in Verpackungen aus Recyclingmaterial greift, fördert die Kreislaufwirtschaft und schützt dadurch das Klima.

Wie nachhaltig das recycelte PET tatsächlich ist, hängt aber letztlich vom Konsumenten und seiner Mülltrennung ab. Hier kommt die Abfallwirtschaft ins Spiel, der die EU eine Steigerung der Sammel- und Recyclingquoten vorschreibt.

Bis zum Jahr 2030 müssen wir die Recyclingquote bei Kunststoff mehr als verdoppeln. Von 25 auf 55 Prozent

Harald Hauke, Vorstand der Altstoff Recycling Austria (ARA)

Umso wichtiger ist es, bereits bei der Verpackungsplanung und der Designerstellung eines Produktes auf die künftige Recyclingfähigkeit Rücksicht zu nehmen.

So ist es für die Kreislaufwirtschaft wesentlich, von der weißen herkömmlichen PET-Flasche auf eine transparente Flasche umzustellen. Denn nur diese kann von der Recyclinganlage richtig erkannt werden und damit in die richtigen Materialströme gleitet werden.

Betrachtet man den österreichischen Markt, so lässt sich in Studien feststellen, dass PET-Flaschen mit hohem Rezyklatanteil in der Ökobilanz deutlich vor der Glas-Mehrwegflasche liegen. Die 100% rePET Milchflasche von NÖM besteht etwa aus recyceltem Material und kann einwandfrei in den Recyclingkreislauf rückgeführt werden. So findet die Flasche immer wieder ihren Weg zurück in die Molkerei und die Regale der Märkte, wodurch sie einen geringeren CO2-Fußabdruck hinterlässt als das Pendant aus Glas.

Wie funktioniert der Recyclingkreislauf?

Um PET- und rePET-Flaschen richtig wiederzuverwerten, sammeln wir sie in der gelben Tonne oder im gelben Sack. Richtig entsorgt geht es weiter zur Wiederaufbereitung, wo die Flaschen farblich getrennt und zu Ballen gepresst werden. Daraus werden kleinere Flakes, die nach gründlicher Reinigung zu Granulat verarbeitet werden: Jetzt spricht man von „Rezyklat“. Aus diesem werden schließlich Flaschenrohlinge, die bei der NÖM nun nur 16 Kilometer vom Werk in die Molkerei zurücklegen müssen. Auch dieser kurze Transportweg hat einen großen Einfluss auf die Ökobilanz! In der Molkerei selbst werden die Flaschenrohlinge dann in die richtige Form gebracht – und wieder befüllt.

NÖM setzt auf Recycling, ausoptimierte Transportladungen, kurze Wege und trägt dadurch zur Erreichung der Klimaziele bei. Was gibt es Besseres, als wenn sich diese Ziele auch noch mit der höchsten Convenience für unsere Konsumenten durch die leichte Verpackung und einfache Entsorgung vereinen lassen? Aus diesen Gründen bringen wir jetzt auch die erste Leichtmilch und das erste Schlagobers in der 100% rePET Flasche auf den Markt.

Veronika Breyer MA, Marketingleitung NÖM

Warum NÖM auf nachhaltige Kreislaufwirtschaft setzt

Schon seit 2008 lebt NÖM ein Energiekonzept, das Emissionen reduziert. Das niederösterreichische Unternehmen ist die erste klimaneutrale Molkerei in Österreich: Seit 2016 wird klimaneutral produziert, seit 2019 ist die erste 100% rePET-Milchflasche von NÖM auf dem Markt. Das ist eine Innovation, die es in der Milchwirtschaft so noch nie gab – und für die das Unternehmen 2020 von interseroh die volle Punktzahl mit der Bewertung „Sehr gut“ sowie das wertvolle Made-for-Recycling-Siegel erhielt.

2019 haben wir die erste Milchflasche aus 100% rePET auf den Markt gebracht, die darüber hinaus auch noch voll recyclebar ist. Damit sind wir sehr erfolgreich und die Akzeptanz in unserem Kernmarkt liegt hier 50% über Glas-Mehrweg.

Veronika Breyer MA, Marketingleitung NÖM

Nachhaltig in die Zukunft

Bei NÖM liegt das gesamte PET-Sortiment schon heute bei einem rePET-Anteil von über 50% - das ist weit mehr, als die Ziele des EU-Kreislaufwirtschaftspakets vorgeben. Darauf ruht NÖM sich nicht aus: Das 100% rePET-Sortiment wird laufend erweitert. Schon jetzt gibt es auch Leichtmilch und Schlagobers in der 100% rePET Flasche.

NÖM möchte lieber zukunftsorientiert arbeiten und setzt sich hier selbst hohe Ziele, um nachhaltig zu wirtschaften. Wir haben heuer bereits das gesamte PET Sortiment auf mind. 50% Recyclinganteil gehoben. Das ist eine freiwillige und bewusste Investition – aus Überzeugung.

Veronika Breyer MA, Marketingleitung NÖM
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