© Gerhard Deutsch

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05/31/2019

Individuelle und innovative Serviceleistungen

Das Gesundheitssystem wird sich durch digitale Lösungen von Grund auf verändern.

"Neue Technologien sind meist schnell entworfen und entwickelt. Die Schwierigkeit besteht darin, wirklich gute Technologien herzustellen“, erklärt Geraldine Fitzpatrick, Professorin für Gestaltungs- und Wirkungsforschung an der TU Wien, in ihrer Keynote anlässlich der 22. wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH). Die Qualität einer Technologie macht sie nicht nur an ihrer technischen Ausgereiftheit fest, sondern in erster Linie daran, wie gut sie sich in den Alltag der Nutzerinnen und Nutzer einbinden lässt: „Es reicht nicht aus smarte Systeme zu entwickeln. Sie müssen auch so gestaltet sein, dass sie in unsere oft chaotischen Tagesabläufe passen. Sonst werden sie nicht genutzt und wieder auf die Seite gelegt“.

In ihren praxisnahen Darstellungen bezog sich Fitzpatrick vor allem auf die Alten- und Krankenpflege und damit auf ein Gebiet, in dem sich gerade in den letzten Jahren mit vielen innovativen Entwicklungen in den Bereichen Telemedizin, Robotik und Künstliche Intelligenz, wie auch mit unzähligen neuen Apps, Sensoren und Wearables viel getan hat.

Freiräume nutzen

Um die mit dem digitalen Transformationsprozess verbundenen Innovationen bestmöglich zu nutzen, muss das Hauptaugenmerk weiterhin auf der Versorgung der Patientinnen und Patienten liegen, gleichzeitig aber die Vereinfachung organisatorischer Abläufe in den Fokus gerückt werden. Auch Günther Gritsch, der in der anschließenden Podiumsdiskussion die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) vertrat, hob hervor, wie wichtig die Entlastung des Verwaltungsapparates ist. Diese kommt den Versicherten zugute, weil dadurch wertvolle Zeit für individuelle Serviceleitungen frei wird.

„Die Chancen der Digitalisierung können beispielsweise dafür genutzt werden, um den Zugang zu Leistungen zu erleichtern und Verwaltungsabläufe zu optimieren“, so Gritsch. Er wies darauf hin, dass viele der dafür notwendigen Technologien bereits verfügbar wären, es aber an den einzelnen Institutionen liegt, hier Zugänge zu schaffen, die nicht nur innovativ, sondern auch niederschwellig sind. „Es geht letztendlich also darum, sowohl den Verwaltungsapparat, als auch unsere Kundinnen und Kunden zu entlasten, um individuelle und persönliche Serviceleistungen entwickeln zu können“, fasste er zusammen. Auch der niederösterreichische Patienten- und Pflegeanwalt Gerald Bachinger ist dieser Meinung und betonte: „Wir sollten die Freiräume nutzen, die uns die Digitalisierung bringt. Warten wir zu lange, kann es passieren, dass große Player wie Google links und rechts an uns vorbeiziehen.“

"Die Digitalisierung kann helfen, den Zugang zu Leistungen zu erleichtern und Verwaltungsabläufe zu optimieren."

Günther Gritsch, SVA

Schritt für Schritt in die Digitalisierung

Mit vielen neuen, nutzerfreundlichen Online-Angeboten ist man bei der SVA auf dem Weg in Richtung eines umfassenden digitalen Angebots. So können bereits Rechnungen zur Vergütung eingereicht, Bewilligungen eingeholt, Formulare heruntergeladen und die Rücküberweisung eines Guthabens veranlasst werden. Eine mobile App und ein Chatbot komplettieren das Angebot. Die SVA hat in den letzten Jahren ihre Gesamtausrichtung von der Krankenversicherung in Richtung eines Gesundheitsservice verlagert und ist die am stärksten wachsende Sozialversicherung Österreichs. Dieses Wachstum fordert die Organisation.

Mit vielen weiteren Angeboten möchte man dafür sorgen, dass auch für die Versicherten noch weniger Zeit in Bürokratie und die oft aufwendige Suche nach Informationen fließt. Bis 2020 sollen alle Standardservices der SVA online zur Verfügung stehen und die SVA zur führenden Sozialversicherung für Selbständige in Europa machen.

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