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10/23/2021

Weltspartag: Eine LEBENSWERTE Rendite ist für Sparer unverzichtbar

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld macht das Sparbuch zu einem realen Verlustgeschäft. Direktor Michael Miskarik, Leiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich, rät Sparern daher: „Die beste Sparbuch-Alternative sind günstige, breitgefächerte Fonds mit Qualitätsaktien.“

Die Top-3-Vorsorgeprodukte der Österreicherinnen und Österreicher sind laut aktueller IMAS-Studie nach wie vor das Sparbuch mit 58 Prozent, gefolgt von der Lebensversicherung mit 42 Prozent und dem Bausparvertrag mit 39 Prozent. Das Sparbuch liegt demnach noch immer auf Platz 1, obwohl es seit Jahren magere bis gar keine Zinsen bringt. Dabei ist eine angemessene Rendite die unverzichtbare Basis für den langfristigen Vermögensaufbau, erklärt Direktor Michael Miskarik, Leiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich.

Herr Miskarik, Sie weisen immer wieder darauf hin, dass die Österreicherinnen und Österreicher durch ihr traditionelles Sparverhalten sehr viel Geld vernichten. Was meinen Sie damit?

Michael Miskarik: Wir befinden uns seit fast zehn Jahren in einem vorher nie dagewesenen Niedrigzinsumfeld. Damit wurde alles, was wir in der Schule, im Elternhaus oder von Bankberatern über Zinsen und sichere Geldanlage gehört haben, ungültig. Vielmehr ist das, was wir derzeit erleben, das genaue Gegenteil davon: Anstatt Zinsen auf Spareinlagen zu bezahlen, verlangen Banken von Firmenkunden teilweise bereits ab 15.000 Euro ein Verwahrentgelt. Zu allem Übel zehrt auch noch die Inflation am Wert des Vermögens. Die Inflationsrate in Österreich ist zuletzt sprunghaft angestiegen. Im September lag sie bei 3,3 Prozent – Tendenz steigend.

Wie wirkt sich die Inflation langfristig auf unser Erspartes aus?

Das kann man am besten anhand eines einfachen Beispiels zeigen: Nehmen wir an, wir legen heute 10.000 Euro auf ein Sparbuch, das keine Zinsen mehr abwirft, dann verliert unser Geld bei einer Inflationsrate von 3,3 Prozent innerhalb von fünf Jahren 14,98 Prozent an Wert bzw. sinkt die Kaufkraft auf rund 8.501,56 Euro. Nach zehn Jahren sieht die Situation noch dramatischer aus: Der Wertverlust beträgt in diesem Fall fast 30 Prozent.

Aber ist Sparen überhaupt noch attraktiv, wenn es auf Spareinlagen keine Zinsen mehr gibt?

Bei klassischen Sparformen wie Sparbuch oder Konto liegen die Zinsen derzeit unter der Inflation, das bedeutet reale Kaufkraftverluste. Hat man 1990 bei jährlichen Sparzinsen von sieben bis acht Prozent knapp zwölf Jahre gebraucht, um sein Sparguthaben zu verdoppeln, wären es heute circa 400 Jahre. Am Sparbuch sollte nur mehr die Liquiditätsreserve liegen, die für Allfälliges und Unvorhersehbares sein muss. Abgesehen davon, ist es wichtiger denn je, sich aktiv mit seiner Geldanlage auseinanderzusetzen. Das heißt, Sparer müssen stärker auf die ZEITWERTsicherung achten und ihre Geldanlage regelmäßig einem Fitness-Check unterziehen.

Was bedeutet ZEITWERTsicherung und wie kann man damit der Niedrigzinsfalle entkommen?

Wenn wir bereit sind, unser Geld für eine gewisse Dauer zu veranlagen, werden wir dafür mit Zinsen oder anderen Kapitalerträgen belohnt. Diese stellen den sogenannten ZEITWERT für unser Geld dar. Aber gibt es keine Zinsen, verdienen Spareinlagen auch keinen ZEITWERT. Unser Geld wird weniger Wert und wir erleiden dadurch einen realen Verlust. Daher sollten wir gerade in einem Niedrigzinsumfeld, wie es uns nun schon seit fast zehn Jahren begleitet, unser verfügbares Geld – sowohl für Altersvorsorge als auch für Kapitalanlage – im Sinne des Portfoliogedankens streuen. Das bedeutet in fondsgebundene Lebensversicherungen, Aktien bzw. in Aktienfonds zu investieren.

Die Menschen in Österreich sind traditionellerweise eher sicherheitsorientiert. Wie lassen sich ZEITWERTsicherung und Risiko vereinbaren?

Vor allem bei Aktieninvestments, auch im Rahmen einer fondsgebundenen Lebensversicherung, ist eine breite Vermögensstreuung – also Diversifikation – von großer Bedeutung. Ziel dieser Diversifikation ist es, bei gleichbleibender Renditeerwartung, das Risiko zu verringern, oder bei gleichbleibender Risikoerwartung, die Rendite zu erhöhen.

Wären auch Garantiezusagen eine Möglichkeit zur Risikovermeidung?

Nur bedingt, denn Garantiezusagen in der fondsgebundenen Lebensversicherung zwingen Versicherer zu restriktiver und somit chancenbegrenzter Kapitalanlage. Ein Teil des derzeitigen Produktportfolios bietet dem Kunden aus Expertensicht mehr Sicherheit, als er benötigt, aber zu wenig Rendite, um effizient vorzusorgen.

Sparer wünschen sich oft eine flexible Anlageform, die ihnen einen raschen Zugriff auf ihr Geld erlaubt. Sind Flexibilität und langfristiger Vermögensaufbau vereinbar?

Wer während des Erwerbslebens an seine ZEITWERTsicherung geht, dem droht vermutlich Altersarmut. Flexibilität neuer Diktion bedeutet daher nicht, dass man dem Kunden sämtliche Möglichkeiten in einem Produkt bereitstellt. Heute geht es um eine intelligente Kombination von Vorsorgeformen, die bedarfsgerecht aufeinander abgestimmt sind. Bereits mit moderaten Beiträgen und einer intelligenten Strategie lässt sich über attraktive Zeiträume ein kleines Vermögen aufbauen. Ich empfehle daher jedem ein umfassendes Beratungsgespräch mit einem vertrauensvollen, zuverlässigen und fachlich kompetenten Vorsorgespezialisten.

Orientierung finden Interessierte unter: www.hdi-leben.at/beratersuche

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