„Ab ins Gemüse" – Robert Palfrader hilft bei der Melanzani-Ernte
Die Melanzani hat gleich mehrere Namen! In Deutschland und Frankreich heißt sie Aubergine. Wir Österreicher haben den italienischen Namen übernommen, haben dabei aber ein „I“ aus dem „A“ am Ende gemacht. Es gibt aber auch Gegenden, in denen sie Eierfrucht heißt. Für mich darf die Melanzani bei keiner Grillerei fehlen, sie passt perfekt zu allem, was so auf den Rost kommt. Und ja: ich hab sogar schon die eine oder andere Pflanze bei mir daheim Früchte tragen sehen.
Allerdings waren die geschmacklich jenen, die ich in der Gärtnerei Steinhart bekommen habe, nicht ebenbürtig, also hab ich das Experiment sein lassen. So oft grill´ ich auch wieder nicht. Ja, ich weiß, man kann sie auf vielfältige Art zubereiten, es gibt herrliche Rezepte. Und: Man könnte sie sogar roh essen, wenn sie gut durchgereift ist. Würde ich aber niemanden empfehlen, der Geschmack der rohen Melanzani ist doch eher gewöhnungsbedürftig.
In der Gärtnerei Steinhart, in Wien-Simmering, hat man sich auf den Anbau dieser ursprünglich aus Indien stammenden Frucht spezialisiert. Und das ist gar nicht so einfach! Denn obwohl sich Andrea Steinhart bereits seit fast zwanzig Jahren intensiv mit Melanzani beschäftigt, hat sie eine liebevolle Bezeichnung für die Frucht gefunden: Prinzessin auf der Erbse. So sehr muss man diese Frucht hegen und pflegen.
Unterstützt wird Andrea dabei von der bereits vierten Generation der Familie, die Gemüsegärtnerin ist. Tochter Sabrina Steinhart ist ebenfalls im Betrieb tätig, die fünfte geht noch in den Kindergarten. Was bedeutet: es sind noch alle Karriereoptionen offen! Ach ja, und da war dann noch „Herbert“. Schauen Sie selbst!
„Ab ins Gemüse": Melanzanigärtnerinnen der Großstadt
Woher kommen die Melanzani in Simmering?
Als „Mama der Melanzani“ kann man Andrea Steinhart definitiv bezeichnen. Ihre Leidenschaft und Überzeugung brachten sie 2009 zu dieser Kultur. Einen konkreten Markt dafür gab es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht – so trug sie maßgeblich dazu bei, die Gemüse-Landschaft umzukrempeln und einen Platz für Melanzani in den österreichischen Küchen zu schaffen. Mittlerweile widmet sie sich den Melanzani mit ihrer Tochter Sabrina.
Die beiden kultivieren auf 3 Hektar im geschützten Anbau. Neben ihrem Hauptprodukt Melanzani gibt es bei Andrea noch Gurken und Schnittlauch (teileweise im Freiland) und im Frühjahr Kopfsalat. Sowohl Andrea als auch ihr Mann Thomas stammen aus Gärtnerfamilien mit einer langen Tradition, welche von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Heute führt Andrea die Gärtnerei der Eltern ihres Mannes und Sabrina die Gärtnerei von Andreas Familie. In der Gärtnerei von Sabrina werden ausschließlich Melanzani angebaut.
Das Schönste an ihrem Beruf ist für Andrea Steinhart, die Pflanze wachsen zu sehen und schlussendlich eine schmackhafte und leuchtend-violette Melanzani zu ernten. Sie ist eine sehr heikle Kultur, welche mit viel Feingefühl gepflegt werden muss. Fehler, wie beispielsweise Temperaturschwankungen, verzeiht sie nur selten, weshalb die Melanzani oft auch liebevoll die „Prinzessin der Kulturen“ genannt wird. Mit ihren 8 Metern Höhe ist die Pflanze auch prächtig anzusehen.
Robert Palfrader bei der Melanzani-Ernte im Gewächshaus von Andrea und Sabrina Steinhart in Wien-Simmering.
Behind The Scenes
Klicken Sie sich durch die Bilder des „Making Of“ von Folge 3.
Seine Paraderolle als Seine Majestät Robert Heinrich I. machte Robert Palfrader in „Wir sind Kaiser“ endgültig weltberühmt in ganz Österreich, wofür er gleich 2x mit der goldenen Romy ausgezeichnet wurde. Als Kabarettist steht er regelmäßig auf den Bühnen im deutschsprachigen Raum – aktuell mit seinem Programm „Testament“. Film- und Fernsehproduktionen: „Echt fett“, „Braunschlag“, „Der Metzger“, „Walking on Sunshine“, „Landkrimi“, „Totenfrau“ uvam.