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„Ab ins Gemüse“ – Robert Palfrader auf Spitzpaprika-Exkursion

Schauspieler, Kabarettist, Autor und Hobby-Gemüsegärtner Robert Palfrader ist rastlos in den besten Gemüseregionen Österreichs unterwegs um mehr über die Kultivierung der gesunden Früchte zu erfahren und berichtet alle 14 Tage von seinen Streifzügen.
Robert Palfrader und Michael Unger halten jeweils einen Karton mit Spitzpaprika in den Händen.

Spitzpaprika aus dem Seewinkel

Grundsätzlich ist es natürlich nicht gut, wenig zu wissen. Aber einen Vorteil hat es: man kann beziehungsweise darf jeden Tag etwas lernen. Und so peinlich das für mich sein muss, hab ich erst vor drei Jahren gelernt, dass es so etwas wie Spitzpaprika gibt. Mir war nicht klar, wie groß der Unterschied zum Blockpaprika ist, wie sehr die beiden einander auch geschmacklich unterscheiden. 

Ein lieber Freund von mir hat für uns gekocht und eine großartige Sauce zubereitet. Er hat mir sogar das kleine Geheimnis verraten, was diese Sauce so wunderbar macht: Er entsaftet Spitzpaprika und macht die Paradeisersauce dadurch feiner. Seitdem seh ich den Spitzpaprika mit anderen Augen. Vielleicht hab ich mich gerade deswegen auf den Besuch bei Michael Unger in Pamhagen im burgenländischen Seewinkel gefreut. Ein leidenschaftlicher Gemüsebauer, der den Betrieb 2019 von seinem Vater übernommen hat. Michael ist spezialisiert auf Spitzpaprika und von Experten lerne ich doppelt gerne. 

Ich habe vor meinem Besuch bei Michael zum Beispiel keinen blassen Schimmer gehabt, dass ein grüner Paprika eigentlich ein unreifer Paprika ist, mehr Bitterstoffe hat. Reif ist er erst dann, wenn er gelb, rot oder orange ist. Oder, dass ein „farbiger“ Paprika weit mehr Vitamin C enthält als ein grüner. Und hat er einmal eine Farbe angenommen, wechselt er sie auch nicht mehr. Außer man vergisst ihn ein paar Monate im hintersten Eck des Kühlschranks. Fragen Sie mich bitte nicht, woher ich das weiß. Michaels Paprika sind hingegen frisch! Innerhalb von nur 24 Stunden können Sie einen Spitzpaprika aus seinem Betrieb auf Ihrem Teller haben.

Spitzpaprika in verschiedenen Reifestadien an grünen Pflanzen im Gewächshaus.

Spitzpaprika beim Umfärben von Grün über Braun zu Rot.

Robert Palfrader spricht mit Gemüsebauer Michael Unger zwischen Spitzpaprika-Pflanzen im burgenländischen Seewinkel.

Spitzpaprika sind dünnwandig, dadurch konzentrieren sich Süße und Aroma viel intensiver im Fruchtfleisch. Und wieder etwas gelernt.

Logos der Europäischen Union und der Initiative „Wir leben Land“ zur Förderung der Agrarpolitik Österreichs.

„Ab ins Gemüse": Spritzpaprika aus dem Seewinkel

Woher kommen die Spitzpaprika aus dem Seewinkel?

Know-how und Leidenschaft

Im burgenländischen Seewinkel in Pamhagen ist unser sympathischer Paprikaexperte Michael Unger zu Hause. Den knapp 6 Hektar großen Familienbetrieb übernahm er 2019 von seinem Vater und führt ihn heute in zweiter Generation. Bei Michael Unger geht es bunt zu: Er kultiviert bunte (rot, gelb, orange) Blockpaprika, rote und gelbe Spitzpaprika und Chilis im geschützten Anbau. Letztere in einem Gewächshaus im Marchfeld (Neu-Oberhausen bei Groß-Enzersdorf).

Seine große Leidenschaft gilt dem Spitzpaprika

Als hingebungsvoller Spitzpaprika-Bauer ist ihm die händische Pflege ein besonderes Anliegen, denn „Fehler merkt man oft erst nach drei oder vier Wochen“, sagt der erfahrene Gemüsebauer. Nur durch die ständige Obhut der Pflanzen ist eine ideale Kultur möglich, dazu gehört auch das passende Klima. Mit durchschnittlich 300 Sonnentagen im Jahr gehört der Seewinkel östlich des Neusiedlersees zu den sonnenreichsten Regionen Österreichs. Wärme, Pflege, Know-how – Michael Unger weiß genau, was Spitzpaprika zur aromatischen Vollendung reifen lässt.

Michael Unger erklärt einem Besucher im Gewächshaus in Pamhagen zwischen Spitzpaprika-Pflanzen den Anbau und die Pflege der Paprika.

Paprikabauer Michael Unger in Pamhagen (Seewinkel): Der zweite Generationen-Gärtner kultiviert bunte Blockpaprika, Chilis und vor allem Spitzpaprika – in Handarbeit und mit viel Know-how.

Einzigartiges Aroma und herrliche Süße

Der Spitzpaprika ist dünnwandig, hat eine zarte Haut und dadurch konzentrieren sich die herrliche Süße und das fantastische Aroma viel intensiver im Fruchtfleisch. Tipp: einfach wie bei einem Apfel abbeißen und genießen! Durch den frischen, vollen und süßen Geschmack eignet sich der Spitzpaprika hervorragend zu einer Vielzahl an Gerichten wie Grillsaucen, Grillgemüse, feine Paprikasuppe aber auch gefüllt mit Reis, Faschiertem oder Couscous schmeckt er einfach köstlich!

Bei der händischen Ernte und Kulturpflege helfen alle mit. Neben seiner Familie hat er auch ein cooles Team an seiner Seite, die ihn in seinem Betrieb unterstützen. Die Handarbeit ist nicht nur zeitintensiv, sondern benötigt viel Geduld und die Kulturen benötigen ständige Betreuung und Kontrollen.

Behind The Scenes

Klicken Sie sich durch die Bilder des „Making Of“ von Folge 5.

Robert Palfrader

Michael Unger erklärt Robert Palfrader im Gewächshaus den Anbau und die Besonderheiten von roten Spitzpaprika.

Zwei Männer stehen in einem Gewächshaus mit hohen Pflanzen und werden von zwei Kameraleuten gefilmt.

Frisch geerntete rote und gelbe Spitzpaprika aus dem Seewinkel liegen sortiert in Kisten des Betriebs von Michael Unger.

Robert Palfrader und Michael Unger im Gewächshaus in Pamhagen, während Palfrader einen gelben Spitzpaprika begutachtet.

Unreife grüne Spitzpaprika hängen an den Pflanzen im burgenländischen Seewinkel, wo Michael Unger sie mit viel Handarbeit kultiviert.

Zwei Männer stehen in einem Gewächshaus vor hohen Pflanzen und unterhalten sich mit ausgebreiteten Armen.

Verschiedene frische Tomaten, Gurken, Zucchini und Spinatblätter liegen nebeneinander auf einer hellen Oberfläche.