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MEIN GELD
11/19/2021

Das Internet wird zum Spielplatz der Kriminellen

2020 ist die Internetkriminalität deutlich gestiegen. Dieser Trend wird auch in den nächsten Jahren weiter anhalten. Neben den klassischen Betrugsmethoden weitet sich das Feld immer öfter auch auf den Anlagebetrug in den unterschiedlichsten Ausprägungen aus. Ist das Gewinnversprechen hoch, gilt es Vorsicht walten zu lassen.

Die Cyber-Kriminalität ist auch 2020 deutlich gestiegen: Mit 35.915 Anzeigen wurde eine Zunahme von 26,3 Prozent verzeichnet (2019: 28.439). 2020 wurden 18.780 Fälle von Internetbetrug angezeigt, ein starkes Plus von 11,6 Prozent (2019: 16.831). Der Bestellbetrug, sowohl Käufer- als auch Verkäufer-seitig, ist der mit Abstand größte Bereich, gefolgt von der missbräuchlichen Verwendung von Kreditkarten und Accounts mit per Phishing erlangten Daten.

Typische Maschen der Netzbetrüger. So bunt die Welt des Internets ist, so vielfältig sind auch die Erscheinungsformen des virtuellen Betrugs. Das Prinzip ist aber immer gleich: Das potenzielle Opfer wird bei den eigenen Bedürfnissen gepackt. Versprochen wird oft ein unerwarteter Geldsegen. Dafür soll man persönliche oder wertvollen Daten, wie etwa PIN- oder Konto-Nummern hergeben. Der klassische Betrug ist das hohe Gewinnversprechen. Die Opfer werden per Mail informiert, angeblich einen größeren Geldbetrag oder eine hochwertige Sache gewonnen zu haben. Dann folgt der Hinweis, dass dafür noch eine Gebühr zu zahlen sei, zum Beispiel für die Abwicklung oder den Notar.

Zahlen sollen die Opfer per Überweisung oder Paysafe-Karte. Eine typische Falle ist auch eine falsche Website. Diese sehen oft der Original-Webseite der Hausbank täuschend ähnlich. Auf der gefälschten Seite werden Verbraucherinnen und Verbraucher dazu verleitet, Kontodaten und Passwörter einzugeben. Besonders beliebt sind Phishingmails. Hier erhalten Opfer eine E-Mail, die so aussieht, als käme sie von einer Bank, einer Internetplattform oder einem Online-Shop. Einen Klick weiter werden die Opfer oftmals aufgefordert, Zugangsdaten einzutippen. Gibt der Empfänger der Phishingmail jetzt seine vertraulichen Finanzdaten, Passwörter und Zugangskennungen ein, wird er zum Opfer.

So schützt man sich.Grundsätzlich gilt: Niemals in Vorleistung gehen, egal was dafür versprochen wird. Bankdaten niemals per Telefon an fremde Personen weitergeben. Echte Bankmitarbeiter oder auch die Polizei fragen nicht nach Passwörtern oder PIN-Nummern von EC- und Kreditkarten. Fremden Personen sollte man niemals einen den Zugriff auf den eigenen Computer geben. Banken, Internetanbieter oder Behörden verlangen bei angeblichen Störungen keinen Zugriff darauf. Zudem sollte man bei E-Mails mit unbekannten Absendern misstrauisch sein. Wenn E-Mails einen Anhang haben, diesen grundsätzlich nicht öffnen, dieser könnte Viren oder Spionage-Software enthalten.

Herta Scheidinger

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