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08/29/2021

Vorsorge: Kapital als Hebel für mehr Klimaschutz

Der Klimawandel kommt schneller als befürchtet. Es gilt in allen Lebensbereichen umzudenken. Die Allianz Österreich vollzieht diesen Wandel auf sämtlichen Ebenen – im eigenen Unternehmen und auch für die Kunden.

Der neue Bericht des Weltklimarates lässt keinen Zweifel: „Es ist eindeutig, dass menschliches Handeln die Atmosphäre erwärmt hat.“ Das vergangene Jahrzehnt war rund 1,1 Grad wärmer als die Zeit von 1850 bis 1900, über der Landfläche sogar 1,6 Grad. Der Meeresspiegel steigt immer schneller, derzeit im Schnitt 3,7 mm pro Jahr. Zudem nehmen laut Weltklimarat die Extremwetter-Ereignisse zu. Schon dieser Sommer zeigte mit der extremen Hitze, den zahlreichen Bränden, Überschwemmungen und Tornados, dass auch Europa von den Klimaveränderungen in Zukunft nicht verschont bleiben wird und diese sogar weiter zunehmen werden.

Die Zukunft des Klimas

Der Bericht des Weltklimarates beinhaltet auch fünf Szenarien, wie sich das Klima in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Im optimistischsten Szenario, das sofortigen entschiedenen Klimaschutz voraussetzt, könnte der Temperaturanstieg am Ende des Jahrhunderts auf etwa 1,5 Grad begrenzt werden. Schon bei zwei Grad Erwärmung würden extreme Hitzeereignisse 14-mal wahrscheinlicher, bei vier Grad Erwärmung sogar 40-mal. Der Meeresspiegel steigt um rund einen halben Meter in einem Szenario mit niedrigen und bis zu rund einem Meter in jenem mit sehr hohen Emissionen. Die gute Nachricht ist: Schafft es die Menschheit bis Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu leben und arbeiten, können wir die Erderwärmung stoppen.

Wir müssen als Gesellschaft rasch handeln, um unserer Jugend Perspektiven zu vermitteln.

Rémi Vrignaud, CEO Allianz Österreich

Jungend belastet

Das Thema Klimawandel belastet auch die heimische Jungend. Laut einer aktuellen Studie der Allianz Österreich ging es in den letzten Jahren mit dem Lebensgefühl der jungen Generation (14- bis 24-Jährigen) steil bergab: Beinahe jede/r Dritte macht sich Sorgen um die Zukunft. Als Top-Risiko der nächsten 20 Jahre gilt für die große Mehrheit der Befragten der Klimawandel. Mit zunehmendem Alter und höherer Bildung begegnen die Jugendlichen diesem Thema mit Angst (50 Prozent) und Wut (42 Prozent), aber anders als noch vor vier Jahren manifestiert sich bei den jungen Menschen auch Tatendrang (33 Prozent).

Neben Politik und Wirtschaft sehen zwei Drittel der Befragten auch „uns alle“ in der Verantwortung für den Klimawandel und somit ebenso für die Klimawende. Rémi Vrignaud, CEO der Allianz Österreich: „Wir tragen als Allianz Verantwortung für Generationen. Und die Ergebnisse der Studie zeigen uns eines ganz deutlich: Wir müssen als Gesellschaft nun rasch handeln, um unserer Jugend Zuversicht und Perspektiven zu vermitteln. Ich bin überzeugt: Gemeinsam können wir auch beim Klimawandel die Wende schaffen.“

Allianz agiert

Gemeinsam lässt sich Großes bewegen. Das gilt ganz besonders in der Finanzwirtschaft und bei Versicherungen. Jeder Prämien-Euro, den Kunden für eine Kfz-, Haushalts- oder Lebensversicherung zahlen, wird am Kapitalmarkt veranlagt. Hier macht es einen großen Unterschied, ob das Geld in Projekte wie Windkraft, Sonnenenergie oder moderne Technologien fließt, oder aber in sehr klimaschädliche und sozial problematische Bereiche wie Kohleabbau oder die Rüstungsindustrie. Vrignaud: „Als Allianz haben wir schon 2012 hinterfragt, worin wir das uns anvertraute Geld investieren. Denn die Finanzwirtschaft verfügt mit ihrem Kapital über einen bedeutenden Hebel, den wir für eine sichere, saubere und soziale Zukunft für uns alle nutzen möchten.“ Heute erfüllen bereits 91,3 Prozent der 5,7 Milliarden Euro umfassenden Kapitalanlagen der Allianz Nachhaltigkeitskriterien. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 88 Prozent im Vorjahr.

Unabhängig geprüft werden die Investitionen vom Wiener Sustainable Finance-Sozialunternehmen ESG Plus. Mit 52 Prozent wurde im Ampelsystem zur Klassifizierung der Nachhaltigkeit erstmals auch mehr als die Hälfte dieser 5,7 Milliarden Euro als „sehr nachhaltig“ eingestuft. Bis 2030 sollen alle in Österreich gemanagten Kapitalanlagen der Sach- und Lebensversicherungsgesellschaft Nachhaltigkeitskriterien entsprechen.

Nachhaltiger Lebensstil

Kunden der Allianz können also sicher sein, dass ihre Versicherungsprämie Schritt für Schritt nachhaltiger investiert wird. Und auch darüber hinaus unterstützt die Allianz durch passende Versicherungslösungen einen nachhaltigen Lebensstil. So gibt es nicht nur Versicherungen für E-Autos und E-Bikes, Solar- und Photovoltaikanlagen sind sogar fixer Bestandteil der Eigenheim-Versicherung. Im Kfz-Bereich setzt man auf reparieren statt neu kaufen: Partnerwerkstätten sind bei einem Schaden dazu verpflichtet, ihn nach Möglichkeit zu reparieren, bevor kaputte Teile ausgetauscht und entsorgt werden. Und auch bei den eigenen Emissionen setzt die Allianz an: In den letzten zehn Jahren konnte der -Ausstoß pro Mitarbeiter um mehr als 60 Prozent verringert werden. Ein Weg, den man konsequent weiterverfolgt.

Branche gefordert

Die Allianz fordert nun auch von Branchenkollegen die Umsetzung vergleichbarer Maßnahmen und Ziele. Nachhaltigkeitsaspekte müssen im Rahmen von Finanzentscheidungen systematisch Berücksichtigung finden. Denn um den Temperaturanstieg durch den Klimawandel im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter 2 Grad bzw. 1,5 Grad zu beschränken, wie im Pariser Klimaabkommen beschlossen, ist eine umfangreiche Dekarbonisierung unseres Wirtschaftssystems notwendig. „Von Seiten der Finanzbranche braucht es daher klare Ziele und deren transparente und glaubwürdige Verfolgung“, so Vrignaud. „Deshalb investieren wir in Bereiche, die Zukunft haben und Zukunft schaffen, wie zum Beispiel erneuerbare Energien oder den Gesundheitssektor. So möchten wir auch nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft hinterlassen.“

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