Thomas Höfinger ist der Hitze Hero von Laufen Bathrooms in Wilhelmsburg

© Julia Schrenk

Hitzehero, Woche 4
08/03/2013

Zwischen Kraft und Feingefühl

Thomas Höfinger trinkt während einer Schicht im Brennhaus mindestens sieben Liter Wasser.

.„Die Teile sind wie rohe Eier“, sagt Thomas Höfinger. Seit sechs Jahren schuftet der Wilhelmsburger (Bezirk St. Pölten, NÖ) in seinem Heimatort im Brennhaus der Firma Laufen. Täglich muss er 16 Rollwagen mit Bad-Keramik bestücken.

„Das schaut vielleicht einfach aus, aber das ist es nicht“, sagt Höfinger. Ganze Waschtische, Waschbecken und WC-Schüsseln muss der 32-Jährige behutsam auf einen Wagen stellen. „Das Schwierige daran ist, dass die Keramik extrem schwer ist und sehr leicht abblättert, bevor sie gebrannt ist“, erklärt Höfinger.

„Pure Kraft bringt hier nix, man muss sehr behutsam mit den Dingen umgehen.“ Sachte stellt Höfinger den Waschtisch auf den Wagen, der dann in den 90 Meter langen Brennofen transportiert wird. Dort wird die Keramik gebrannt – bei 1245 Grad. In der Brennhalle, in der Höfinger täglich schuftet, hat es bis zu 50 Grad.

Sieben Liter Wasser

„Ganz schlimm wird es zwischen 16 und 18 Uhr.“ Dann, wenn es auch draußen am heißesten ist. „An das muss man sich erst gewöhnen“, sagt Höfinger. Mittlerweile hat er die hohe Temperatur aber im Griff. „Was einzig hilft, ist viel zu trinken.“ Sieben Liter Wasser trinkt der 32-Jährige fast in jeder Schicht.

Die Firma stellt für ihre Mitarbeiter Wasserspender zur Verfügung. Aus den Wasserleitungen, die rund um den Brennofen liegen, würde nur heißes Wasser fließen.

„Wenn man am Abend aus der Firma rausgeht, kriegt man von draußen einmal eine richtige Luftwatsch’n“, erzählt Höfinger. Und wenn er nach der Arbeit in seine Wohnung kommt, sind ihm 24 Grad Raumtemperatur zu wenig. „Das fühlt sich wie im Kühlschrank an.“

So können KURIER-Leser ihren Hitze-Hero küren

Wer ist Ihr Hitze-Hero? KURIER-Leser können hier ab sofort mitentscheiden. Gesucht sind Menschen, die trotz oder vielleicht gerade wegen des schönen Wetters besonders hart arbeiten müssen. Im Laufe der kommenden Wochen werden 25 Kandidaten präsentiert. Am Ende jeder Woche wird ein Wochensieger gekürt. Aus dem Kreis der Wochensieger werden dann drei Gesamtsieger ermittelt, denen schöne Preise winken.

Sieger der dritten Runde ist ÖAMTC-Pannenfahrer Manfred Mirwald. Der 42-Jährige ist vor allem an heißen Tagen gefordert. 10-Stunden-Schichten sind dabei keine Einzelheit.

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