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Chronik Wien
05/10/2012

WU-Brand hielt Wien in Atem

Bei Flämmarbeiten brach am Dach der neuen Wirtschaftsuni Feuer aus. Spektakuläre Rauchschwaden zogen über die Stadt.

von Nihad Amara

Pechschwarze Wolken stiegen binnen Minuten in den blauen Himmel auf. Eine riesige Rauchsäule schwebte am Donnerstag über Wien und sorgte bei zahlreichen Schaulustigen für wilde Spekulationen.

Auf dem Dach der in Bau befindlichen neuen Wirtschaftsuniversität (WU) in der Südportalstraße (Leopoldstadt) war am Nachmittag ein Großbrand ausgebrochen. Bei Flämmarbeiten dürften  Teermatten Feuer gefangen haben. Aufgrund des starken Windes am Dach des sechsten Stocks breitete sich das Feuer rasch aus.

"Das Material brennt praktisch wie Öl", erklärt Ernst Eichinger, der Sprecher der Bundesimmobiliengesellschaft. "Es handelte sich um extrudiertes Polystyrol, also einen Kunststoff, der als Wärmedichtung verwendet wird."

Das Feuer griff auf die  sechste und fünfte Etage über. Die Umgebung wurde abgeriegelt.  Dutzende Beobachter verfolgten die Löscharbeiten. Die Wiener Rettung entsandte einen Katastrophenzug.

Löschversuch

Jene hundert Arbeiter, die sich im betroffenen Trakt W2 befunden hatten, konnten sich in Sicherheit bringen. Ein Bauarbeiter wurde, nachdem er den Brand auf eigene Faust zu löschen versucht hatte, mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Otto-Wagner-Spital gebracht.

Die Feuerwehr bekämpfte den Brand von innen und von außen mit einer Drehleiter und Wasserwerfern. Unter den 15 ausgerückten Fahrzeugen befand sich auch eines mit einem Großtank. "Wir wussten zu Beginn nicht, ob noch Gasflaschen auf der Baustellen waren", erklärt Viktoria Zechmeister von der Feuerwehr. Eine Explosionsgefahr konnte  nicht ausgeschlossen werden. Die drei gefundenen Gasflaschen hatten sich aber nicht im Brandbereich befunden. Die 80-köpfige Löschtruppe gab nach einer Stunde "Brand-Aus".

Die für Herbst 2013 geplante  Eröffnung des 490 Millionen Euro teuren Campus, der auf 100.000 m² entsteht und 27.000 Studenten Platz bietet, wird sich nicht verzögern. Ein Gutachter wird nun die Brandursache klären.

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