Chronik | Wien
13.11.2017

Wohnungsbrand in Wien: Sechs Menschen verletzt

Die Verletzten, darunter ein vierjähriges Mädchen, wurde mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht.

Durch einen Zimmerbrand in Wien-Brigittenau sind in der Nacht auf Montag sechs Menschen - darunter auch ein vierjähriges Mädchen - leicht verletzt worden. Sie wurden mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert. Insgesamt brachte die Wiener Berufsfeuerwehr zwölf Personen, zwei Katzen und einen Hund in Sicherheit, berichtete sie in einer Aussendung am Montag.

Stiegenhaus massiv verraucht

Das Feuer war kurz vor 5.30 Uhr in einer Wohnung im zweiten Stock eines vierstöckigen Gebäudes in der Denisgasse ausgebrochen. Der Mieter konnte sich noch selbst in Sicherheit bringen und die Einsatzkräfte alarmieren. Weil er jedoch die Wohnungstür offen ließ, wurde das Stiegenhaus massiv verraucht. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Wohnung bereits in Vollbrand, ein Fenster war durch die Hitze geborsten.

Ein Mann stand an einem Fenster im dritten Stock und rief um Hilfe. Die Feuerwehrleute brachten ihn unter Atemschutz mit einer Fluchtfiltermaske in Sicherheit, auch seine Katze wurde gerettet. Insgesamt zwölf Personen und die Tiere wurden der Berufsrettung übergeben. Diese brachte drei Frauen im Alter von 25, 47 und 63, das vierjährige Mädchen sowie zwei Männer mit 20 und 39 Jahren ins Krankenhaus.

Was im Brandfall zu tun ist

Laut Feuerwehr zeigte dieser Vorfall wieder die Gefährlichkeit von Brandrauch. Ist dieser schwarz, dicht und ohne Sauerstoff, reichen zwei, drei Atemzüge aus, um ohnmächtig zu werden, wenig mehr und Betroffene können an den Rauchgasen sterben. Bei einem Brand in einem Mehrparteienhaus sollte man daher unbedingt in der eigenen Wohnung bleiben, wenn diese nicht vom Feuer betroffen ist, appellierte Feuerwehrsprecher Christian Feiler. Die Türen zum Gang müssen unbedingt geschlossen bleiben, Betroffene sollen beim geöffneten Fenster auf sich aufmerksam machen und unter keinen Umständen versuchen, selbst über das verrauchte Stiegenhaus zu flüchten.

Brennt es in der eigenen Wohnung, dann "rauslaufen und die Tür schließen, nicht zusperren", sagte Feiler. Der Wohnungsschlüssel sollte den Einsatzkräften übergeben werden. Durch die geschlossene Tür bleibt das Stiegenhaus möglichst lange rauchfrei.