Die Gewinner des wohnpartner-Nachbarschaftspreises gemeinsam mit wohnpartner-Bereichsleiterin Claudia Huemer (2. v. li.) & Wohnservice-Wien-GF Josef Cser (3. v. li.)

© wsw/stefan zamisch

Engagement
11/29/2020

Die stillen Helden der Nachbarschaft

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums vergibt wohnpartner erstmalig den „Preis für gute Nachbarschaft“

Sie sind die guten Geister des Gemeindebaus, jene, die dafür bekannt sind, immer eine offene Tür und ein offenes Ohr zu haben: Viele Nachbarn in Wien leisten mit kleinen Gesten einen großen Beitrag für die Gesellschaft, sehr oft unbemerkt. Ein eigener Preis soll dieses Engagement nun öffentlich würdigen. Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums hat das Nachbarschaftsservice wohnpartner daher zum ersten Mal den „Preis für die gute Nachbarschaft“ ausgelobt.

Ausgezeichnet werden damit jene, die sich genau wie die wohnpartner für die Gemeinschaft im Wiener Gemeindebau einsetzen.

„Es ist mir eine große Freude, so viele vorbildliche Nachbarinnen und Nachbarn auszeichnen zu dürfen. Diese engagierten Mitmenschen stärken das Gemeinschaftsgefühl im Wiener Gemeindebau und machen ihn zu einem Ort, an dem man gerne lebt, sich wohl und gut aufgehoben fühlt.“

wohnpartner-Bereichsleiterin Claudia Huemer freut sich über das große Engagement in den Wiener Grätzeln

Den Gewinnern der fünf Kategorien wurden feierlich ihre Preise verliehen:

Platz 1 in der Kategorie „Junge MieterInnen“:

Frau Olga Burian aus dem 10. Bezirk wurde für ihren Einsatz bei jungen Menschen ausgezeichnet – etwa bei den wohnpartner-Initiativen „Eltern-Kind-Café“ und „Lernbegleitung“ sowie für ihre Unterstützung bei diversen wohnpartner-Veranstaltungen.

Platz 1 in der Kategorie „Ältere MieterInnen“:

Familie Fraiszl und Frau Kral aus dem 23. Bezirk kümmern sich mit großem Einsatz um eine ältere Nachbarin. Die Dame wird mit frisch gekochtem Essen versorgt, sämtliche Alltagsprobleme werden für sie gelöst und auch fürs Plaudern ist immer jemand da.

Platz 1 in der Kategorie „Frauen“:

Hier gibt es zwei erste Plätze:

Frauengruppe Respekt: Die interkulturelle Frauengruppe aus dem 12. Bezirk hat das Ziel, die gegenseitige Akzeptanz, den Respekt im Umgang miteinander, das gegenseitige kulturelle Wissen und die Inklusion der diversen Bewohner der Wohnhausanlage Am Schöpfwerk zu fördern.

Frau Christine Stiegler gehört zur Kerngruppe des Floridsdorfer Frauencafés im 21. Bezirk. Sie hilft Menschen in ihrer Umgebung regelmäßig, vor allem unterstützt sie junge Mütter mit Migrationshintergrund, die im Gemeindebau wohnen.

Platz 1 in der Kategorie „HeldInnen des Alltags“:

Frau Angelika Matusic aus dem 16. Bezirk engagiert sich stark dafür, Nachbarn zusammenzubringen. Beispielsweise studiert sie mit Jugendlichen Tanzstücke für Hoffeste ein, veranstaltet im Gemeinschaftsraum Boxunterricht und hilft bei der Organisation von Festen. Durch ihren Einsatz entsteht in der Wohnhausanlage eine familiäre Atmosphäre.

Platz 1 in der Kategorie „Gemeinschaftspreis“:

Die Arbeitsgruppe Sperrmüll besteht aus ehrenamtlichen Mietern aus ganz Wien und wurde 2014 gegründet. Sie setzt sich für eine müll- und sperrmüllfreie Nachbarschaft ein, die aus dem Bedürfnis heraus entstanden ist, sich gegen unsachgemäße und unachtsame Müllentsorgung einzusetzen.

Vier Sonderpreise für außergewöhnliche Leistungen

Den Preis des leider bereits verstorbenen Erwin Mikes aus dem 10. Bezirk übernahm seine Witwe, Frau Trixi Mikes. Das Ehepaar hat in der Ankerbrotsiedlung die Lernbegleitung aufgebaut und war bei wohnpartner-Initiativen „Willkommen Nachbar!“, „Gemeinschaftsgarten Ankerbrot“ sowie diversen Kulturaktionen im Bezirk regelmäßig aktiv.

Der Meidlinger Werner Hofer ist Lesepate in einer Schule im 12. Bezirk, unterstützt die wohnpartner-Initiative „Willkommen Nachbar!“ und kümmert sich um viele Anliegen in der Wohnhausanlage Am Schöpfwerk.

Frau Kornelia Schrammel aus dem 22. Bezirk betreute für „Willkommen Nachbar!“ mehr als 350 Neu-Zugezogene im Gemeindebau und ist ein wertvoller Bestandteil der „Kreativwerkstatt“.

Die Kinder der Brigittenauer Lände zeichnen sich durch ihr besonderes soziales Engagement aus: Sie nehmen bei Hofgesprächen teil, melden sich bei Müllsammelaktionen und helfen ältere Bewohnern, indem sie für diese einkaufen gehen.

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