Wienerin der Woche: Die Lokführerin Monika Wasik
Bevor sie bei den ÖBB begonnen hat, war die zweifache Mutter für die Volkshilfe im Einsatz. Weil sie damals Essen auf Rädern, also mit dem Auto, zustellte, machte ihr ihre Freundin die Ausbildung zur Lokführerin mit den Worten „Du fährst doch gerne“ schmackhaft.
In Kledering durfte sie dann mit einer Taurus-Lokomotive probeweise mitfahren und war begeistert: „Ich habe danach sofort meinen Mann angerufen und gesagt, dass ich mich wie der Kapitän eines Riesenschiffs fühle.“
Zum ausführlichen KURIER Talk mit Lokführerin Monika Wasik
Das war vor elf Jahren. Seither lenkt Monika Wasik Züge durch Wien – bis nach Retz und Laa im Norden und Baden und Wiener Neustadt im Süden.
„Meine Freundin hat damals die Türe für mich aufgemacht“, betont die Quereinsteigerin bei den ÖBB. „Denn selbst hätte ich mich wohl nicht bei der Eisenbahn beworben.“
Monika Wasik bereut ihre Entscheidung in keiner Sekunde: „Wir sind gewohnt, Wege zu gehen. Ab und zu muss man jedoch auch seinen Weg verlassen.“
Immer wieder schön sei es, wenn sie mit ihrem Zug die hektische Stadt hinter sich lässt und in schöne Landschaften eintaucht. Die Verantwortung und der Zeitdruck fahren jedoch auch immer mit: „Oft sitzen in meinem Zug mehr Menschen als in einem Flugzeug. Und ich bin hier vorne auf mich alleine gestellt.“
Um den ständigen Wechsel zwischen Früh- und Spätdiensten bestmöglich zu verkraften, hat Monika Wasik probate Mittel: „Yoga, laufen, wandern für meinen Körper, Theater fürs Gemüt.“
Kommentare