Wienerin der Woche: Die ehrenamtliche Köchin Elisabeth Sári

Im Tageszentrum für Obdach- und Wohnungslose der Volkshilfe in Stadlau wird sie liebevoll "Salattante" gennant.
Elisabeth Sári steht in der Küche und lächelt freundlich.

Immer montags nach dem Frühstück steigt Elisabeth Sári in den Bus, um zum „Nordlicht“ zu fahren.

Das „Nordlicht“ in Stadlau ist eine soziale Einrichtung der Volkshilfe Wien. Hier finden wohnungs- und obdachlose Menschen in der Nacht Asyl. Tagsüber werden sie auch verköstigt.

Elisabeth Sári, Bürokauffrau mit 46 Jahren Berufserfahrung, heute im Ruhestand, hilft seit Herbst 2023 montags in der Küche des Tageszentrums mit. Mal kocht sie selbst, oft bereitet sie Salate zu. „Daher werde ich auch ,Salattante’ genannt“, erzählt sie lächelnd.

140 Portionen werden pro Tag im „Nordlicht“ frisch gekocht. Anders als daheim muss sie öfter improvisieren: „Weil wir ja nur mit dem kochen können, was tatsächlich da ist.“

Insofern kann sie sich nicht auf die Mengenangaben in Rezepten verlassen. Für Frau Sári kein großes Drama: „Man kann alles abschmecken.“

Nicht selten wird ihr für ihre freiwillige Mühe auch gedankt: „Unsere Leute können es oft gar nicht fassen, dass jemand kommt und für sie einfach so kocht.“

Es gibt übrigens nach dem Montag noch andere Tage in der Woche, an denen Ehrenamtliche in der „Nordlicht“-Küche gerne mitarbeiten können.

Elisabeth Sári ist auch das beste Argument für die Volkshilfe, wenn es um die Bewerbung geht. Besonders, wenn sie voll überzeugt erklärt: „Es ist ein leiwandes Arbeiten in einem großartigen, generationenübergreifenden Team, das wie eine Familie zusammenhilft.“

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