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Chronik Wien
09/13/2019

Wiener SMZ Süd: Sechs Intensivbetten für Neugeborene ab Jänner

Nach einem Jahr Suche sind die drei Kinderarzt-Stellen nun besetzt. Die Betten können daher in Betrieb gehen.

von Stefanie Rachbauer, Josef Gebhard

Zumindest im Kaiser-Franz-Josef-Spital (SMZ Süd) hat die Stadt Wien die Engpässe bei der Versorgung von Frühgeborenen nun in den Griff bekommen. Ab Jänner 2020 sollen auf der Neonatologie-Abteilung des Favoritner Krankenhauses wieder sechs Intensivbetten für Risiko- und Frühgeborene zur Verfügung stehen, sagt eine Sprecherin des Krankenanstaltenverbunds (KAV).

Zur Erinnerung: Seit vergangenen Oktober gibt es im Kaiser-Franz-Josef-Spital permanent keine Intensivbetten für Neugeborene. Bereits zuvor musste die Abteilung wiederholt tage- und sogar wochenweise gesperrt werden – der KURIER berichtete.

Der Grund: Drei Kinderärzte mit der nötigen Zusatzausbildung fehlten. Um Neugeborene intensivmedizinisch versorgen zu können, muss das Personal nämlich für das Beatmungsgerät speziell geschult sein, heißt es aus dem KAV.

Herabgestuft

Die sechs Intensivbetten wurden daher notgedrungen auf sogenannte Intermediate-Care-Betten heruntergestuft. Das sind Überwachungsbetten für Babys, die zwar keine intensivmedizinische Betreuung brauchen, aber auch nicht auf der Normalstation versorgt werden können.

Ursprünglich sollte die Maßnahme bis Ende 2018 aufrecht bleiben – doch sie ist es nach wie vor. Laut Kennern des Wiener Gesundheitswesens ist das Nichtvorhandensein der Intensivbetten im SMZ Süd maßgeblich dafür verantwortlich, dass immer wieder Frühchen in andere Bundesländer gebracht werden mussten.

Das soll sich nun ändern: „Wir sind wieder voll besetzt, das Team arbeitet sich gerade ein“, sagt eine KAV-Sprecherin zum KURIER. Im Jänner sollen die Abläufe soweit eingespielt sein, dass die sechs Intensivbetten wieder in Betrieb gehen können.