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Der Wiener Schmäh – so lachen die Wiener über sich (und andere)

Sachen zum Lachen in der Galerie Ananas in Ottakring: Wie Künstlerinnen und Künstler den Wiener Schmäh in Cartoons packen.
Ananas Kunstverlag Cartoon: Türken vor Wien

Die Galerie Ananas in Ottakring (Ottakringer Straße 135) bezeichnet sich selbst als „die zweitkleinste Galerie von Wien“ – mit 13 Quadratmetern, aufgeteilt auf zwei Räume, kann das auch stimmen. 

Diese Galerie des Kunstverlags Ananas von Clemens Ettenauer lädt zu wechselnden Ausstellungen mit dem Schwerpunkt auf „Komische Kunst“.

Die Bezirke der Stadt nimmt der Verlag mit dem Projekt „Leiwande Kalender“ humoristisch ins Visier, in jeweils zwölf „leiwanden Grafiken“ werden bedeutende Aspekte des jeweiligen Bezirks beleuchtet. Mit der neuen Ausstellung, die ab 5. Juni bis 19. Juli zu sehen ist, wird aber ganz Wien – oder vielmehr der „Wiener Schmäh“ im Zentrum stehen. „Wien ist bekannt für seine Prachtbauten, die Sachertorte und – den schwärzesten Humor der Welt“, ist Ettenauer überzeugt.

Scharfzüngiger Blick

Er bringt auch ein Beispiel dafür: „Wenn der Sensenmann persönlich im Beisl vorbeischaut und als Antwort nur ein geraunztes „Heast Deppata, du stehst ma in da Sunn!“ erntet, sind Sie mitten drin im Wiener Schmäh.“ 

Ananas Kunstverlag Cartoon: Türken vor Wien

Ananas Kunstverlag Cartoon: Wiener sterben anders

Ananas Kunstverlag Cartoon: Besoffen Deutsch

Ananas Kunstverlag Cartoon: Geschichten aus dem Wienerwald

Ananas Kunstverlag Cartoon: Schönste Straße Wiens von Michi Brezel

Ananas Kunstverlag Cartoon Vermehrung von Schneckensteiff

Dieser Cartoon von Clemens Ottawa mit dem Titel „Wiener sterben anders“ ist ebenso zu sehen wie Werke von Bernd Ertl, Harald Havas, Heike Drewelow, JOK, La Razzia, Michi Brezel, Oliver Ottitsch, Rudi Hurzlmeier, Stefanie Sargnagel und vielen mehr.

Ettenauer: „Die Ausstellung „Wiener Schmäh – Cartoons über die Bundeshauptstadt“ wirft einen liebevollen, scharfzüngigen und unnachahmlichen Blick auf das Leben (und Sterben) in Wien.“ 

Wiener Seele am Punkt

Die Cartoonisten, so der Galerist, hätten die Wiener Seele „punktgenau und mit viel Augenzwinkern auf Papier“ gebracht. So werden nun der berühmte Wiener Grant und die Geschichten, „die so nur das Leben zwischen Kaffeehaus, Würstelstand und Zentralfriedhof schreiben kann“, in der Galerie gezeigt. 

Offen bleibt, ob die Galerie tatsächlich die „zweitkleinste Wiens“ ist. Ettenauer: „Das behaupten wir als Gag und gehen davon aus, dass es zumindest eine kleinere in Wien gibt. Vielleicht meldet sich jetzt ja jemand bei uns, der tatsächlich kleiner ist.“

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