Chronik | Wien
01.12.2018

Wiener Grüne: Neuer Modus für Listenwahl beschlossen

"Single Transferable Vote"-System kommt ab sofort zum Einsatz.

Nach dem Findungsmodus für die Wahl des ersten Listenplatzes haben die Wiener Grünen in der Landesversammlung am Samstag auch das künftige Verfahren für die Erstellung der restlichen Listenplätze beschlossen. Statt einer Abstimmung in Blöcken kommt das "Single-Transferable-Vote"-System" zum Einsatz. Ähnlich wie die "Instant-Runoff"-Methode hat es quasi eine Stichwahl inkludiert.

Denn auch hier werden die Kandidaten von den Wählern gereiht. In der Auszählung werden nicht nur die erstgenannten Namen, sondern auch die dahinter aufgelisteten Personen berücksichtigt. Zur besseren Erläuterung haben die Grünen ein Video produziert, in dem das Prozedere veranschaulicht wird. Gezeigt wird das Verfahren anhand von Obstsorten.

"Der Vorteil dieses Systems ist, dass verschiedenste Strömungen in der Partei auch in der Liste abgebildet werden und sich die Gesamtpräferenz aller Wählenden im Ergebnis widerspiegelt ", zeigte sich der heute neu gewählte Landessprecher der Grünen Wien, Peter Kristöfel, überzeugt - der sich für dieses neue Wahlsystem eingesetzt hat, wie betont wurde.

Anders als beim Spitzenkandidaten, der mittels Briefwahl ermittelt wurde, wird die Restliste wohl im Rahmen einer Landesversammlung erstellt. Wann das so weit sein wird, ist noch offen. Die nächste Wien-Wahl findet plangemäß im Herbst 2020 statt.