Tapfer, der Kleine

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Wien-Landstraße
11/22/2013

Feuerwehr befreite Bub aus misslicher Lage

Ein Zweieinhalbjähriger hatte sich beim Spielen einen Kinder-WC-Sitz über den Kopf gezogen.

von Dominik Schreiber

Es war ein ungewöhnlicher Einsatz für die Wiener Feuerwehr. Montagnachmittag hatte sich in Wien-Landstraße ein zweieinhalb Jahre alter Bub beim Spielen einen Kinder-WC-Sitz aus Kunststoff auf den Kopf gesetzt. Das Kunststoffteil rutschte plötzlich zum Hals runter und ließ sich nicht mehr verletzungsfrei über den Kopf entfernen.

„Nachdem die Befreiungsversuche der Mutter nicht zum gewünschten Erfolg führten, verständigte diese via Notruf die Berufsfeuerwehr Wien“, berichtet deren Sprecher Christian Feiler dem KURIER.

Ein Einsatzfahrzeug mit sechs Feuerwehrleuten an Bord – das ist die kleinste Einsatzgruppe – machte sich rasch auf den Weg zur Familie, um das Kleinkind aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Keine Tränen

Während der nur wenige Minuten dauernden Rettungsaktion war der Bub ruhig und tapfer, heißt es von Seiten der Feuerwehr. Nicht eine Träne wurde vergossen. Die Feuerwehrmänner schnitten den Kunststoffteil auf und konnten das Kind schließlich ohne jegliche Verletzung befreien.

„Zuerst haben wir es mit der sanften Methode, also mit Seifenwasser probiert. Das funktionierte aber nicht, weil der gerade Teil der Klobrille oben war. Deshalb mussten wir zu unserer Blechschere greifen“, erklärt Feiler.

Am Donnerstag war die Berufsfeuerwehr wieder zu Besuch bei der Familie. Jedoch nicht, um jemanden zu befreien, sondern um nachzufragen, wie es dem Buben nun geht.

Er hat sein Abenteuer vom Montag unbeschadet überstanden. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm als Erinnerung ein Kinderfeuerwehrhelm mitgebracht, der eine wesentlich bessere Kopfbedeckung ist als der Kinder-WC-Sitz. Der Bub war von der Idee begeistert und probierte ihn auch sofort aus.