Vorwürfe: Wiener Frauenarzt von ÖGK angezeigt
Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist eine wichtige Kontrolluntersuchung.
Vertrauen in Ärztinnen und Ärzte ist eine zentrale Voraussetzung für den Behandlungserfolg, da es genauere Diagnosen ermöglicht und Ängste reduziert. Fühlen sich Patientinnen und Patienten nicht gut betreut, kann das verheerende Konsequenzen haben – wie der Fall eines umstrittenen Wiener Gynäkologen zeigt.
Dem Arzt werde laut einem Bericht des ORF Wien von zahlreichen Patientinnen vorgeworfen, unethisches Verhalten an den Tag gelegt zu sowie Doppelabrechnungen durchgeführt zu haben. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) soll dem Arzt nun den Kassenvertrag Ende Juni kündigen wollen. Der Arzt habe Einspruch eingelegt. Nun wurde bekannt: Gegen den betroffenen Gynäkologen wurde im März auch Anzeige erstattet.
Arzt bestreitet Vorwürfe
„Mein Mandant hat erstmalig durch die Anfrage des ORF Kenntnis von der Anzeige erlangt“, bestätigt der Anwalt des Frauenarztes, Christoph Völk, auf KURIER-Anfrage. Der Inhalt der Anzeige sei seinem Mandanten bisher unbekannt. Völk ortet einen Versuch, die Reputation des betroffenen Arztes zu schädigen: „Mein Mandant hat sich nichts zu Schulden kommen lassen.“
Ob die Anzeige mit der mutmaßlichen Doppelabrechnung in Zusammenhang steht, bestätigte die ÖGK laut ORF nicht, zum KURIER hieß es, man sage nichts zu laufenden Verfahren.
Mehrere Verfahren
Laut einer Dossier-Recherche soll der Gynäkologe in der Vergangenheit falsche Verrechnungen von medizinischen Leistungen durchgeführt haben. Zudem hätten mehrere Patientinnen von übergriffigem und grenzüberschreitendem Verhalten berichtet. Dossier berichtete, dass es bereits Disziplinarverfahren der Österreichischen Ärztekammer gegeben habe. Zum laufenden Verfahren hält sich die Ärztekammer gegenwärtig in Verweis auf das Ärztegesetz und das Gesundheitsministerium bedeckt.
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