Café Maestra: Beaulieu-Macher eröffnen zweites Lokal in Heiligenstadt
Das Café Maestra im Q19 und soll das gastronomisch übersehene Grätzl beleben.
Das „Beaulieu“ ist bereits seit 15 Jahren fest im 1. Bezirk etabliert. Das liegt an der guten französischen Bistroküche und auch am sehr attraktiven Standort in der Ferstl Passage. Jetzt eröffnet das Betreiberpaar Anna und Christoph Heinrich ihr zweites Lokal. Nicht in bester Innenstadtlage, sondern in Heiligenstadt im Einkaufsquartier „Q19“ auf der Grinzinger Straße 112. Fremd sind die zwei hier nicht.
Vor dem „Beaulieu“ führte das Paar ein Feinkostgeschäft in Nussdorf und lebte viele Jahre selbst im Bezirk. Für sie ist es ein Nach–Hause-Kommen. Ihr Café Maestra ist ab sofort Montag bis Samstag ab 8 Uhr geöffnet, liegt direkt am Eingang und fasst 80 Sitzplätze, inklusive großem Schanigarten.
Das Café soll den Menschen ein Treffpunkt und modernes Kaffeehaus sein: „Heiligenstadt ist nicht nur Bürokomplex und Gewerbegebiet. Hier leben so viele Menschen, es ist ein richtiges Grätzl.“ Ein gastronomisch übersehenes Grätzl.
Ein Äuzerl von allem
Das Paar glaubt an den Standort, obwohl „die Gastronomie schwierig geworden ist, wenn man nicht an einem Hotspot liegt.“ Um die Sitzplätze zu füllen, gebe es hier ausreichend Kundschaft - und Parkplätze.
Das Maestra sucht den Mittelweg zwischen Wiener Kaffeehaus und Coffeeshop, die Speisekarte zwischen wienerisch und französisch. Und ein bisschen italienisch: Geordert werden kann „ein Äuzerl“ (3,60 Euro), ein belegtes bzw. Aufstrichbrot aus der Vitrine, ähnlich einem Cicchetti. Dazu ein Crémant, Cidre oder Spritzer-Cocktail. Damit sitzt es sich auch nach Frühstück und Brunch gerne noch länger.
Das Café Maestra im Q19 und soll das gastronomisch übersehene Grätzl beleben.
Der Kaffee kommt von der Rösterei Alt Wien, Süßes aus dem Café Central, das Brioche für die Eier Benedict (11,80 Euro) aus Frankreich. Das Brot für verschiedene Croque-Varianten und Butterbrote (4,20 Euro, mit Schnittlauch 5,20 Euro) liefert die Waldviertler Traditionsbäckerei Kasses. Ein gutes Drittel von der Quiche Lorraine oder vegetarisch mit Ziegenkäse und Spinat gibt es für 12,60 Euro.
Einfach ein zweites „Beaulieu“ wolle das Paar nicht eröffnen, sondern lieber etwas Neues wagen: „Es ist wichtig, nicht stehen zu bleiben und mutig zu sein.“ Weil vor der Eröffnung am Mittwoch gerade noch rechtzeitig alles fertig geworden ist, fehlt hier und da noch der Feinschliff. Für mehr Wärme und Farbe sollen noch kleine Details sorgen. Macht nichts, mit Essen und Gastlichkeit stimmt das Wichtigste schon jetzt.
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