Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Chef des Café Engländer ist tot

Christian Wukonigg, Betreiber des bekannten Café Engländer, verstarb am Dienstag unerwartet.
46-143831162

Das Café Engländer in der Innenstadt ist eine Institution der Wiener Kaffeehaus-Szene. Erst im Herbst 2023 eröffnete der Chef Christian Wukonigg, gelernter Buchhändler, am Praterstern ein zweites Lokal. Wie der KURIER in Erfahrung bringen konnte, nahm sich der bekannte Gastronom am Dienstagvormittag das Leben.

Eine Sprecherin der Polizei bestätigte den Vorfall, nähere Details zur Person wurden nicht genannt. 

Der Gastronom galt als Urgestein der Wiener Gastroszene. Im Jahr 1990 übernahm Wukonigg gemeinsam mit Attila Corbaci das Lokal, das damals noch den Namen Windhag trug. Einiges wurde damals übernommen, das Café erhielt jedoch vor allem einen edleren Anstrich. Das Lokal konnte sich jedoch nicht lange halten, wenige Jahre später musste das Café Engländer Insolvenz anmelden.

Neuer Versuch

Anfang der 2000er wagte Wukonigg gemeinsam mit Wolfgang Jelinek einen neuerlichen Versuch und eröffnete das Lokal neu. Jelinek starb im Jahr 2017 an einer schweren Krankheit. 

Mit den Jahren gelang es den Betreibern, mit ihrem Kaffeehaus Kultstatus zu erlangen. Besonders für die außergewöhnliche Küche und die traditionell gekleideten Ober ist das „Engländer“ seither bekannt. Viele der Besucherinnen und Besucher gehören der Wiener Kunst- und Kulturszene an. 

Das „Engländer“ ist nicht das einzige Lokal, das der Gastronom in der Wiener Innenstadt betrieb. 2020 eröffnete das Restaurant Paul & Vitos“ am Petersplatz. Das Lokal ist bekannt für die rot gepolsterten Stühle und die großen Fenster. Auch die „Bar 1010“ hatte Wukonigg mitgeführt, dann aber an seine Co-Betreiberin abgegeben.

Zweites „Engländer“ am Praterstern

Im Oktober 2023 wagte Wukonigg noch einen weiteren Schritt: Er eröffnete einen zweiten Standort am Praterstern. Das zweite „Engländer“ zog in die ehemalige Polizeistation ein und orientierte sich am Konzept - und an der Karte - Großteils am Original in der Postgasse.

Kommentare