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Chronik Wien
03/03/2019

Wie es gut läuft: Tipps für den Vienna City Marathon

Organisator Wolfgang Konrad erklärt, wie man es nach 42 Kilometern ins Ziel schafft

von Birgit Seiser

In genau fünf Wochen werden die Straßen Wiens wieder zur Laufstrecke für über 40.000 Menschen. Beim Vienna City Marathon (VCM) dabei zu sein, ist ein Erlebnis. Bei so manchem wecken die Frühlingstemperaturen aktuell sportliche Ambitionen. Doch ist es jetzt schon zu spät, um beim Marathon mitmachen zu können? Der KURIER hat beim Organisator des VCM, Wolfgang Konrad, nachgefragt – und hat Tipps für alle, bei denen es läuft.

Kann ich mich jetzt noch für den VCM anmelden?

Ja. Die Online-Anmeldung ist noch bis zum 24. März auf www.vienna-marathon.com möglich. Zwar sind die Plätze für die vorderen Startnummern bereits ausgebucht, für eine Startgebühr von 105 Euro gibt es aber noch Plätze mit den Startnummern 7.501 bis 9.000.

Kann ich den Marathon schaffen, wenn ich jetzt erst mit dem Training beginne?

Nein – das sollte man lieber bleiben lassen, sagt Konrad: „Da muss man schauen, wie sportlich jeder einzelne ist. Ist es jemand, der auch durch andere Sportarten fit ist, oder ist er bis dato eher ein Couch Potato? Im zweiten Fall würde ich nicht empfehlen, mitzulaufen. Es macht keinen Spaß, verursacht Schmerzen, und das wollen wir nicht. Es gibt aber Bewerbe mit kürzeren Strecken.“ Für alle Untrainierten empfiehlt Konrad den Halbmarathon, den Staffelbewerb oder den Zehn-Kilometerlauf, der am Samstag stattfindet.

 

 

Was soll ich tun, wenn mir auf der Strecke die Puste ausgeht?

Weitermachen ist hier die Devise. Der Organisator des VCM rät dazu, einfach das Tempo zu drosseln. „Es sollte natürlich nicht passieren, aber wenn es doch vorkommt, dann würde ich auf jeden Fall ins Ziel gehen. Denn das Ziel ist das Ziel“, sagt Konrad. Den Ehrgeiz muss man dann hintanstellen und die selbst gesetzte Zeitvorgabe vergessen.

Wie bleibe ich beim Lauf motiviert?

Spätestens hier spielen die rund 400.000 Zuschauer eine zentrale Rolle. An der Strecke stehen viele Menschen, die die Läufer anfeuern – manchmal sehr nett, manchmal eher harsch (siehe Bild). Zusätzlich motivieren die Versorgungsstationen, die alle fünf Kilometer auf die Läufer warten. Dort gibt es Wasser, Bananen und Orangen, welche für den nötigen Energiekick auf den restlichen Kilometern sorgen. „Unser Buffet ist reichhaltig“, sagt Konrad.

Sollte man nach dem Laufen tatsächlich ein Bier trinken gehen?

Die einen schwören darauf, andere halten diese Weisheit für Humbug. Tatsächlich versorgt Bier den Körper mit Inhaltsstoffen, die für Sportler wichtig sind. Magnesium, Kalzium, Kalium und Phosphor helfen etwa den Muskeln bei der Regeneration. Das einzige Problem ist der Alkohol. Wer also nicht auf ein Null-Prozent Bier zurückgreifen will, sollte daher aufpassen, sagt der VCM-Organisator: „Man sollte sich das Bier auf keinen Fall zu schnell hineinschütten. Da wird einem durch die Schaumbildung rasch übel.“ Aber: „Wenn man ein Bier in Ruhe trinkt, dann ist das schon sehr fein nach dem Laufen“, sagt Konrad.

 

 

Für alle, für die sich die Teilnahme für den 36. Vienna City Marathon heuer sportlich nicht mehr ausgeht, gibt es trotzdem gute Nachrichten: Die Anmeldung für den Marathon 2020 startet direkt nach dem diesjährigen Event am 7. April 2019. Dann ist ein Jahr Zeit, um sich ausreichend auf die 42,195 Kilometer quer durch Wien vorzubereiten.