© Polizei Wien

Chronik Wien
09/12/2021

WEGA-Einsatz: 85-jährige "Waffenliebhaberin" richtet Revolver auf Polizisten

Die Wienerin hat zuvor bereits von ihrem Balkon geschossen, gab die Polizei in einer Aussendung bekannt.

von Markus Strohmayer

Eine ältere Frau soll am Samstagabend gleich mehrfach mit einer Handfeuerwaffe von einem Balkon in Wien-Döbling geschossen haben. Gegen 21.30 Uhr ging deshalb bei der Polizei ein Notruf ein. Mehrere Polizisten trafen samt WEGA-Unterstützung schon wenig später an der Wohnadresse der Frau ein.

Die mutmaßliche Schützin hatte sich mittlerweile wieder in ihre Wohnung zurückgezogen. WEGA Beamte sicherten deshalb den Bereich vor der Wohnungstüre ab und gaben sich lautstark als Polizisten zu erkennen.

Sie forderten die Frau auf, die Türe zu öffnen. Diese kam der Forderung nach: Aber als sich die Türe einen kleinen Spalt öffnete, kam ein Revolver zum Vorschein. Nach mehrmaliger Aufforderung die Waffe fallen zu lassen, gab ein Beamter einen Warnschuss in Richtung Tür mit seiner Dienstwaffe ab.

Teilweise geständig

Die Verdächtige schloss daraufhin rasch die Tür und versperrte diese. Die Beamten brachen sie auf. In der Wohnung befand sich eine 85-jährige Österreicherin sowie ein auf die Frau zugelassener Revolver. Die Tatverdächtige hatte die Waffe mittlerweile abgelegt und kooperierte nun mit den Polizisten. Sie gab an, die Beamten zuvor nicht als solche erkannt zu haben.

Die Frau wurde vorläufig festgenommen, eine psychische Krankheit ist nicht bekannt. Sie sagte lediglich, sie habe immer schon gern geschossen.

Bei der  Einvernahme zeigte sie sich zu den Vorwürfen teilweise geständig - unter anderem gab sie zu, vom Balkon geschossen zu haben. Gegen die 85-Jährige wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen, der Revolver, Munition sowie ihre Waffenbesitzkarte wurden ihr vorläufig abgenommen.

Nachbar am Vortag bedroht

Im Zuge der Erhebungen gab ein Nachbar an, dass er bereits am Vortag von der Frau mit einer Schusswaffe bedroht worden sein soll. Diesbezüglich wurde die Frau nachträglich angezeigt. Bei dem Polizeieinsatz wurde die 85-Jährige nicht verletzt. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde sie auf freiem Fuß angezeit.

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