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© /Florian Wieser

Gastronomie
09/29/2016

Was Ruck an der Schanigartenregelung kritisiert

Änderungen bei Abgabenerhöhung und Winteröffnung gefordert.

von Anna-Maria Bauer

Mit den Öffnungszeiten seines Schanigartens hatte Gerald Bayer vom Szene-Lokal Ulrich (7. Bezirk) bereits seine liebe Not. Jahrelang musste er den Außenbereich um 22 Uhr schließen, während Betriebe in unmittelbarer Nähe bis nach 23 Uhr offen haben durften.

Dieses Problem konnte mittlerweile zwar gelöst werden. Trotzdem waren Schwierigkeiten rund um den Schanigarten erneut Thema als Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck im Zuge des Spartentags am Mittwoch das Ulrich besuchte – zum Beispiel die Raucher-vor-dem-Lokal-Problematik oder auch das neue Schanigartenpaket, das am Freitag im Landtag beschlossen wird. Einige Punkte stoßen dabei nämlich auf großes Unverständnis.

Täglich wegräumen?

Zum Beispiel bei der Winteröffnung. Der Winterschanigarten muss täglich nach Betriebsschluss weggeräumt werden. Gastronomieobmann Peter Dobcak findet das höchst ärgerlich: "Wo soll man die Möbel hinräumen? Mitten ins Lokal? Wenn dort voller Betrieb ist? Wenn die Regelung so bleibt, bringt die ganze Winteröffnung nichts. Dann hätte man gleich sagen können, dass es nur um die Abgabenerhöhung geht."

Das ist der nächste Punkt, der in der Kritik steht. Für manche Betriebe erhöht sich die Abgabe aufgrund der Tarifänderung um das Zehnfache. In der Praterstraße werden statt ein künftig zehn Euro pro Quadratmeter verlangt. Ruck: "Man muss aufpassen, dass Straßen abseits der Toplagen so nicht ausgedörrt werden."

Die Wirtschaftskammer appelliert daher an die zuständige Stadträtin Renate Brauner, einige Details noch einmal zu überdenken. Tourismusobmann Markus Grießler ergänzt: "Schnüren Sie kein Belastungspaket."

"Kein Handlungsbedarf"

Im Büro der zuständigen Stadträtin Renate Brauner ist man mit dem ausgearbeiteten Produkt jedoch durchaus zufrieden und sieht keinen weiteren Handlungsbedarf.

Die Tische erst in der Nacht wegzuräumen, sei keine Option: "Das würde zu Konflikten mit den Anrainern führen, weil ihnen das um diese Uhrzeit zu laut ist." Und in Bezug auf die Gebührenerhöhung habe man in einem Härtefall (Zollergasse) reagiert und hier die Abgabe angepasst.

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