Votivkirche: Besetzung dauert bereits 24 Tage

ASYLSUCHENDE IN DER WIENER VOTIVKIRCHE
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER Noch wird in der Votivkirche auf eine Lösung gehofft

Knapp 40 Asylwerber halten ihren Hungerstreik aufrecht. Eine Lösung ist noch nicht gefunden.

Seit 24 Tagen ist die Wiener Votivkirche nun bereits besetzt. Und noch immer halten knapp 40 Asylwerber ihren Hungerstreik im Gotteshaus aufrecht. Wie und wann die Flüchtlinge – die meisten stammen aus Pakistan – die Kirche wieder verlassen, traut sich derzeit niemand sagen. „Jedenfalls ist der Gesundheitszustand der Asylwerber stabil“, sagt ein Sprecher der Wiener Caritas. Mitarbeiter der Organisation sind nach wie vor Tag und Nacht vor Ort – ebenso wie Freiwillige der Johanniter, die die Asylwerber medizinisch betreuen.

„Wir würden uns wünschen, dass der Hungerstreik schnell beendet wird, sind aber auch froh, dass jetzt alle – laut Auskunft der Ärzte – ausreichend trinken“, heißt es. Obwohl man Matratzen, Heizdecken und Schlafsäcke bereitgestellt habe, seien die Bedingungen in der „eiskalten Kirche“ extrem schwierig. Deshalb „wäre es schön“, wenn die Flüchtlinge in die von Stadt Wien, Caritas und Ministerium bereitgestellten Quartiere ziehen würden. Man sei diesbezüglich auch in laufenden und intensiven Gesprächen mit den Asylwerbern, heißt es bei der Caritas.

(kurier) Erstellt am
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