Chronik | Wien
30.07.2018

Berühmte Medaille wurde in Salzburg gestohlen

Nur 30-mal wurde die Hubbard-Medal der National Geographic Society überreicht - diese von J. F. Kennedy.

Die Salzburger Polizei fahndet derzeit nach einer raren Erinnerungsmedaille, die von der National Geographic Society nur 30-mal verliehen wurde - darunter an den ersten Mann auf den Mond, Neil Armstrong, den berühmten Südpol-Entdecker Roald Amundsen, den ersten Atlantik-Überflieger Charles Lindbergh oder die Primatenforscherin Jane Goodall. Überreicht wird sie seit Theodor Roosevelt (1906) meist vom jeweils aktuellen US-Präsidenten.

Hubbard-Medaille

Im April wurde die seltene Medaille in Salzburg entwendet. Die genauen Hintergründe waren vorerst noch unklar. Die Hubbard-Medaille gehörte Norman Dyhrenfurth. Er war der erste US-Amerikaner auf dem Mount Everest (1963), wofür er noch im gleichen Jahr von US-Präsident J. F. Kennedy ausgezeichnet wurde.

Dyhrenfurth wurde in Deutschland geboren, musste aber 1937 vor dem Zweiten Weltkrieg wegen seiner jüdischen Wurzeln in die USA emigrieren. Er dreht Filme etwa mit Sean Connery (Am Rande des Abgrunds) oder Clint Eastwood (Im Auftrag des Drachen). Seinen Lebensabend verbrachte die Bergsteigerlegende in Salzburg. Dort starb er im vergangenen Jahr im Alter von 99 Jahren.

Die Hubbard-Medaille ist benannt nach Gardiner Green Hubbard, dem ersten Präsidenten der angesehenen Gesellschaft. Er war zugleich Präsident der Bell-Telefongesellschaft, die 1877 gegründet wurde. Sein Schwiegersohn Alexander Graham Bell gilt als der (Mit-)Erfinder des Telefons.