Chronik | Wien
16.08.2017

Vergewaltigung in U3-Station: Zeuge meldete sich

U-Bahn-Station Neubaugasse: Trotz Aufzeichnungen der Überwachungskamera wird noch kein Fahndungsfoto veröffentlicht.

Im Fall der Vergewaltigung am Montagabend auf der Mariahilfer Straße hat sich jetzt ein wichtiger Zeuge bei der Polizei gemeldet. Seine Einvernahme war am Mittwoch noch ausständig.

Nachdem eine 24-Jährige gegen 22 Uhr auf einer Rolltreppe der U-Bahn-Station Neubaugasse vergewaltigt worden war, konnte das Eingreifen des Passanten Schlimmeres verhindern. Ersten Angaben zufolge wollte der Vergewaltiger sein Opfer mit einem Stock penetrieren.

Der Zeuge wurde durch laute Schreie der Frau aufmerksam. Er kam der 24-Jährigen zu Hilfe und vertrieb so den Täter. Außerdem begleitete er das geschockte Opfer noch nach Hause. Später verständigte die Frau die Polizei.

Unterdessen ist die Identität des Täters weiter unklar. "Laut ihrer Aussage fasste der Angreifer von hinten unter den Rock des Opfers. Weil die Frau über Kopfhörer Musik hörte, bemerkte sie nicht, dass der Täter sich ihr näherte. Außderdem konnte sie den Mann nicht beschreiben", erklärt Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Stationswart war auf Rundgang

Warum die Vergewaltigung in der belebten Station Neubaugasse, mitten auf der Mariahilfer Straße, nicht von mehreren Menschen bemerkt wurde, ist ein Rätsel. Laut Wiener Linien war ein Stationswart zum Zeitpunkt der Vergewaltigung im Einsatz. Ein Sprecher der Verkehrsbetriebe erklärte, dass dieser vermutlich gerade auf einem Sicherheitsrundgang gewesen sein dürfte. Außerdem sei die Station sehr groß, weswegen die Tat unbemerkt blieb.

Obwohl die Polizei bereits die Videos aus der Überwachungskamera gesichtet hat, soll heute noch kein Fahndungsfoto veröffentlicht werden.