Chronik | Wien
30.03.2017

Uneinsichtige Lenker attackierten Parksheriffs

26-jähriger Autofahrer wurde in Wien vorläufig festgenommen, 25-Jähriger angezeigt

Bei ihrer Kontrolltätigkeit sind am Mittwoch mehrere Wiener Parksheriffs von uneinsichtigen Lenkern attackiert worden. Eine Frau wurde in Ottakring von einem 25-Jährigen an der Hand verletzt, der Mann wurde angezeigt. In Favoriten schlug ein 26-Jähriger einem Mitarbeiter der Parkraumüberwachung (PÜG) ins Gesicht, außerdem bedrohte er einen Zeugen. Der Österreicher wurde vorläufig festgenommen.

Gegen 13 Uhr attackierte der Falschparker in der Thaliastraße die 24-jährige Mitarbeiterin der Parkraumüberwachung. Er schlug ohne Vorwarnung so heftig gegen das Kontrollgerät der Frau, dass diese an der Hand verletzt wurde, berichtete Polizeisprecherin Michaela Rossmann.

Organmandat

Rund eine Stunde später stellte eine PÜG-Mitarbeiterin in der Columbusgasse gerade ein Organmandat aus, weil ein Pkw keinen Parkschein aufwies. Der 26-jährige Lenker kam hinzu, ein Streitgespräch zwischen den beiden entbrannte. Ein Parksheriff kam seiner Kollegin zu Hilfe. Der aggressive Lenker zückte sein Handy und begann zu filmen, woraufhin der 59-jährige Parksheriff seine Hand vor sein Gesicht hielt und der Lenker ihm mit der Faust ins Gesicht schlug. Der PÜG-Mitarbeiter erlitt eine Rissquetschwunde im Wangenbereich und eine Prellung des Kinns.

Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und hielt gemeinsam mit den Kontrolleuren den 26-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei an. Dabei soll der 26-Jährige den 38-jährigen Zeugen mit dem Umbringen bedroht haben. Der Lenker wurde wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung angezeigt. Gegenüber den Beamten gab er an, dass er nicht gewollt habe, dass es so weit kommt, und sah seinen Fehler ein. Die Bedrohung des Zeugens bestritt er jedoch, schilderte Rossmann.