Diese Ziesel landeten zunächst im Müll und schließlich im Internet.

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Unerwünschte Maskottchen
12/13/2016

Ulli Simas Kuschel-Ziesel landeten auf "willhaben"

Schlüsselanhänger in Form eines Ziesels im Müll gefunden und verkauft.

von Birgit Seiser

Gut erkennbar prangt das Logo der Wiener Stadtgärten vom Hinterteil eines Plüsch-Ziesels. Rund 150 Stück dieser Schlüsselanhänger wurden seit März 2015 auf willhaben.at angeboten; Stückpreis zirka zwei Euro. Doch wie kommt ein offizielles Wiener Plüsch-Ziesel ins Internet?

Die Wiener Stadtgärten fallen in den Zuständigkeitsbereich von Umwelt-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Die ist in den Augen der Bürgerinitiative "IGL Marchfeldkanal" aber nicht gerade eine Ziesel-Liebhaberin. Gab sie doch grünes Licht zur Umsiedlung der Tiere auf den Gründen beim Stammersdorfer Heeresspital in Floridsdorf – zugunsten eines Bauprojekts.

"Wir haben die Stofftiere online entdeckt und mehrere Dutzend bestellt. Wir wollten sie als Dankeschön für Spenden an unsere Initiative verschenken. Erst später haben wir bemerkt, dass die Stofftiere von der Stadt Wien produziert worden waren", sagt Lukas Mroz von der IGL.

Meinungsumschwung?

Der Verkäufer der Kuschel-Ziesel gab an, dass er die Tiere im März 2015 aus dem Müll gerettet habe. Ursprünglich dürften sie als Werbung für die Blumengärten Hirschstetten produziert worden sein. "Wir nehmen an, dass die Debatte um die Umsiedlung der Ziesel in Floridsdorf für schlechte Publicity gesorgt hat und die Ziesel dann einfach entsorgt wurden", sagt Mroz. FPÖ-Tierschutz-Sprecher Udo Guggenblichler sieht dieses Vorgehen als "weiteres Kapitel in Ulli Simas Ziesel-Gate. Sie sollte den Tieren helfen und nicht auf Steuerkosten billige Werbung machen".

Auf KURIER-Anfrage gab es bis dato keine Rückmeldung aus dem Büro von Stadträtin Ulli Sima. Die Stofftiere sind übrigens ausverkauft.

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