Wiens erste U5-Station: Frankhplatz wird zum „Wohnzimmer“
Zusammenfassung
- Am Frankhplatz startet nach Abschluss der U5-Bauarbeiten der Oberflächenumbau mit mehr Grün und Aufenthaltsflächen.
- Die neue Fußgängerzone Garelligasse und 16 zusätzliche Bäume sind Teil der Umgestaltung im Rahmen der "Raus aus dem Asphalt"-Offensive.
- Mit der U5 erhält Wien ab 2030 eine vollautomatische U-Bahn und neue Verbindungen durch das Linienkreuz U2xU5.
„Frankhplatz – Umsteigen zu den Linien 43 und 44.“ Diese Ansage wird künftig den Takt vorgeben, wenn die U5 im neunten Bezirk hält.
Am Donnerstag wurde sozusagen die Staffel übergeben: Während die Arbeiten unter der Erde weitgehend abgeschlossen sind, startet nun mit dem Spatenstich der Oberflächenumbau rund um Wiens erste U5-Station. „Es ist ein historischer Tag – der Anfang vom Ende, aber ein positives Ende“, sagt Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ).
„Bis jetzt war der Frankhplatz eigentlich nur eine Kreuzung. Jetzt soll ein wirklicher Platz entstehen – ein erweitertes Wohnzimmer“, sagt Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ).
Bis Jahresende soll hier ein völlig neues Umfeld entstehen: mit mehr Grün, neuen Aufenthaltsflächen und deutlich weniger Asphalt. Insgesamt werden rund 5.000 Quadratmeter neu gestaltet, mehr als 3.700 davon entsiegelt.
Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), Bezirksvorsteherin Alsergrund Saya Ahmad (SPÖ) und NEOS Wien Klubvorsitzende Selma Arapovic.
Fußgängerzone Garelligasse
„Wer lange mit einer Baustelle leben musste, der soll auch Vorteile davon tragen“, so Sima. Einer dieser Vorteile ist die neue Fußgängerzone in der Garelligasse, die auf Initiative der Anrainer geplant wurde.
Dort entstehen neue Grünflächen mit zusätzlichen Bäumen und Sitzgelegenheiten. Insgesamt sind rund um den Frankhplatz 16 neue Bäume vorgesehen.
Raus aus dem Asphalt
Die Neugestaltung ist Teil der „Raus aus dem Asphalt“-Offensive der Stadt und gilt als erstes Beispiel für die künftigen Vorplätze der U5. Auch die angrenzende Universitätsstraße wurde in den vergangenen Jahren bereits umgebaut – mit breiteren Gehwegen, Radinfrastruktur und zusätzlichen Bäumen.
U2 x U5
Mit der U5 bekommt Wien zudem erstmals eine vollautomatische U-Bahn. Die Strecke soll ab 2030 zwischen Karlsplatz und Frankhplatz in Betrieb gehen. Der Ausbau des Linienkreuzes U2xU5 zählt zu den größten Infrastrukturprojekten der Stadt und soll künftig für zusätzliche Kapazitäten und neue Verbindungen im Wiener Öffi-Netz sorgen.
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