Chronik | Wien
02.12.2016

U4 Züge mit Fahrgästen an Bord kollidiert

Verletzt wurde niemand, es kam zu einer Unterbrechung im Frühverkehr. Die Ursache für den Zwischenfall ist noch nicht bekannt.

Das Zuspätkommen in die Arbeit mit einem Ausfall der U4 zu erklären, klingt dieser Tage fast schon nach einer Standard-Ausrede. Allen Chefs sei aber gesagt, dass es Freitagfrüh tatsächlich wieder zu Problemen auf der Linie gekommen ist. Diesmal war es aber nicht einfach ein defektes Fahrzeug, wie so oft in den vergangenen Wochen.

Gegen 8.40 Uhr kollidierten zwei mit Fahrgästen besetzte Garnituren bei der Haltestelle Braunschweiggasse. "Die Züge sind sehr langsam aufeinander aufgefahren mit schätzungsweise rund 5 km/h. Verletzte gab es keine", erklärt Wiener-Linien-Sprecher Daniel Amann. Er verglich den Aufprall mit jenem, der beim Parken der Züge in der Remise öfter vorkommt.

Die Ursache für den Unfall ist derzeit noch völlig unklar. Die Wiener Linien suchen fieberhaft, um einen weiteren Fall – der dann weniger glimpflich ausgehen könnte – zu verhindern.

Lange Fahrt

Probleme gab es nach der Kollision für die Fahrgäste im Morgenverkehr. Die U4 fuhr nur zwischen Heiligenstadt und Hietzing. Die Züge fuhren sehr langsam und blieben in den Stationen immer wieder lange stehen – vermutlich, um einen weiteren Zusammenstoß zu verhindern. Für die gesamte Strecke von Hietzing nach Heiligenstadt brauchten die Passagiere phasenweise rund eine Stunde. Zwischen Hietzing und Hütteldorf wurde in der Zwischenzeit ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Bis Mittag war das aktuelle Problem mit dem "Sorgenkind" der Wiener Linien zwar gelöst, von regelmäßigen Intervallen konnten die Passagiere aber weiterhin nur träumen.