Chronik | Wien
25.09.2017

Tödlicher Unfall: Döbling will Kreuzung entschärfen

Bezirksvorsteher Tiller ist offen für neues Konzept.

Die Meldung über den Tod der 79-Jährigen Maria in Döbling hat viele KURIER-Leser bewegt. In mehreren eMails bestätigten sie, dass der Übergang, an dem die Pensionistin verunglückte, schwer einsehbar und gefährlich ist.

Zu dem Unfall war es am 11. September in der Grinzinger Allee gekommen. Die Pensionistin war mit ihrem Hund auf einem Zebrastreifen in Richtung Huschkagasse gegangen, als sie von einem Autofahrer übersehen und mehrere Meter weit weg in den entgegenkommenden Verkehr geschleudert wurde. Für sie und ihren Hund kam jede Hilfe zu spät.

Schon einen Tag nach dem Unfall erhob die Familie des Opfers schwere Vorwürfe wegen des schlechten Verkehrskonzepts. "Da ist ein Kindergarten direkt an der Straße und in der Nähe ist eine Schule und trotzdem fahren hier alle einfach zu schnell", sagte die Tochter der Verunglückten.

Im Rahmen der KURIER-Aktion "Vorrang für Fußgänger" wurde nun der Bezirksvorsteher von Döbling, Adolf Tiller ( ÖVP), mit dem Problem konfrontiert – und er zeigte Verständnis. "Der Übergang ist bereits rot umrandet und ein Schild weist darauf hin, dass sich dort Kinder aufhalten. Leider ist es aufgrund des Eisenbahngesetzes nicht möglich, dort eine Ampel zu installieren", sagt Tiller. Das Eisenbahngesetz ist an der Stelle von Belang, weil die Straßenbahnlinie 38 dort Halt macht.

Bezirk will finanzieren

Der Bezirksvorsteher stellt aber klar, dass er offen für Verbesserungen ist. "Wir sind jederzeit bereit, die Finanzierung neuer Konzepte zu übernehmen und sind für alle Vorschläge offen. Das müssen dann die Fachleute der MA46 entwickeln", so Tiller. Als positives Beispiel nennt er den Übergang in der Döblinger Hauptstraße/ Ecke Pyrkergasse. Nachdem im Jahr 2010 dort ein Achtjähriger tödlich auf einem Schutzweg verunglückte, wurde eine Tempo-30-Zone eingeführt und eine Videoüberwachung installiert.