Chronik | Wien
07.02.2017

Tierquäler stieß eigenen Hund aus dem vierten Stock

Golden Retriever starb kurze Zeit später.

Ein tragischer Vorfall soll sich am Dienstagvormittag in Wien-Meidling ereignet haben. Passanten fanden einen Golden Retriever auf dem Gehsteig vor einem Haus in der Münchenstraße liegen. Das Tier lebte noch, hatte aber offensichtlich sehr schwere Verletzungen.

Sofort kümmerten sich die Zeugen um den Hund und verständigten die Tierrettung.

Chip führte zu Besitzer

Zunächst war nicht klar, was dem Hund passiert war. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und checkte den Chip das Tier implantiert hatte. Darüber konnte der Besitzer ermittelt werden.

Die Beamten suchten den Mann auf und befragten ihn. Schnell stand fest, dass er sein Haustier wohl absichtlich aus dem vierten Stock des Hauses geworfen haben dürfte. Der Mann soll laut ersten Informationen der Polizei geistig verwirrt gewesen sein und die Tat gestanden haben.

Obwohl die Tierrettung schnell vor Ort war, um dem Hund zu helfen, erlag der Golden Retriever später seinen Verletzungen.

Um die Wiener Tierrettung war dieser Tage eine Debatte ausgebrochen, weil die Stadt das Service angeblich einstellen wollte, wie der Wiener Tierschutzverein kritisierte. Seitens der verantwortlichen MA60 wies man die Vorwürfe auf KURIER-Anfrage aber zurück: Die Tierrettung werde nicht eingestellt. Man habe lediglich den Namen in "Fundservice für Haustiere" geändert. Die Servicestelle sei weiterhin 24 Stunden erreichbar und die Nummer (01/4000-8060) bleibe dieselbe.