Chronik | Wien
22.02.2018

Tiergarten Schönbrunn: Neugeborenes Vikunja erkundet den Schnee

Vikunjas leben in den südamerikanischen Anden und sind an Kälte gewohnt.

Ein Vikunja hat am Samstag im Tiergarten Schönbrunn in Wien das Licht der Welt erblickt. "Vikunjas sind die kleinste Kamelart. Sie leben in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5.500 Metern", erklärte Zoodirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier "Sandro" kommt deshalb mit den derzeit vorherrschenden kalten Temperaturen und dem Schnee sehr gut zurecht.

"Natürlich ist das winterliche Wetter so kurz nach der Geburt eine kleine Herausforderung, aber ihr außerordentlich feines, zimtfarbenes Fell schützt die Tiere vor der Kälte", sagte Schratter. Im Tiergarten benötigen die Vikunjas kein Innengehege. Sie sind das ganze Jahr über im Freien. Den trockenen Unterstand suchen sie derzeit allerdings gerne auf. Für den Nachwuchs sei aber die fürsorgliche Mutter der beste "Heizkörper".

Die Tierpfleger freuen sich darüber, wie das Jungtier mit der Herde durch den Schnee flitzt. "Das Kleine hat seinen Platz in der Herde schon gefunden. Es ist total schön zu sehen, wie die anderen Vikunjas es immer beschützend in die Mitte nehmen", schilderte Revierleiter Alex Keller.

Vikunjas waren im Freiland beinahe ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen gibt es wieder rund 350.000 Tiere. In Zoos werden sie im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) gezüchtet.