Theaterblut und Platzpatronen: Bundesheerübung unter realen Bedingungen

Theaterblut und Platzpatronen: Bundesheerübung unter realen Bedingungen
Polizei und Miliz sind seit sieben Tagen im Einsatz

Seit einer Woche trainieren über 650 Milizsoldaten in Wien für den Ernstfall. Die Übung „Netzwerk 2017“ diente der Sicherung kritischer Infrastruktur wie dem Erdöltanklager Lobau, dem Betriebsgelände der Wiener Linien und dem Zentrum des ORF. Dort fand am Donnerstag die Abschlussübung statt – mit dem Einsatz von sehr viel Theaterblut, um die Bedrohungsszenarien möglichst realistisch zu gestalten.

„Netzwerken“

Die Wahl des Titels der Übung erklärt sich damit, dass bei solchen Einsätzen eigentlich die Polizei das Kommando hat. Daher waren auch über 100 Wiener Exekutivbeamte dabei, um mit den Milizsoldaten zu „netzwerken“. „Wenn zwei Organisationen zusammenarbeiten dann ergeben sich Schnittstellen, an denen es immer wieder zu Problemen kommen kann. Es gibt unterschiedliche Kommunikationskulturen- und Strukturen und das muss in solchen Übungen aufeinander abgestimmt werden“, sagt der Koordinator der Übung, Rudolf Haas von der Wiener Polizei.

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