Chronik | Wien
17.03.2018

Tausende bei Demo gegen Rassismus und Faschismus

Wie bei der Groß-Demo am 13. Jänner gegen die türkis-blaue Regierung waren neben anderen Organisationen auch die Omas gegen Rechts unter den Teilnehmern.

Temperaturen um den Gefrierpunkt und zeitweise einsetzender Schneefall konnten Tausende am Samstagnachmittag in Wien nicht davon abhalten, auf die Straße zu gehen, um gegen Rassismus und Faschismus zu demonstrieren. Die Plattform für menschliche Asylpolitik hatte zu der Aktion in der Wiener Innenstadt aufgerufen.

Ab 14 Uhr versammelten sich die Teilnehmer zur Auftaktveranstaltung im Resselpark am Karlsplatz. Während es um diese Uhrzeit noch aussah, als würden weit weniger Menschen kommen, als von der Polizei erwartet, waren es rund eine Stunde später zu Beginn des Demo-Marsches gegen 15.15 Uhr bereits viel mehr: Laut Veranstaltern sollen es rund 8000 Teilnehmer gewesen sein.

Die Route führte vom Resselpark über den Ring zum Parlament, und von dort weiter über Ballhausplatz und Heldenplatz wieder zurück zum Resselpark.

Wie bei der Groß-Demo am 13. Jänner, bei der gegen die türkis-blaue Regierung demonstriert worden war, waren neben verschiedenen Organisationen auch die Omas gegen Rechts unter den Teilnehmern. Mit einem Panzer aus Pappe drückten Kurden ihren Protest gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan aus.

Friedlicher Verlauf

Die Demonstration verlief friedlich. Laut Angaben der Polizei waren 400 Beamte im Einsatz. Um 16.45 Uhr erfolgte die Schlusskundgebung im Resselpark.

Während der Demonstration kam es in der Wiener Innenstadt zu umfangreichen Straßensperren. Auch bei den Wiener Linien kam es zu Umleitungen.