1.500 Plätze weniger: Kritik an Wiener „Summer City Camps“

Die Anmeldung für die Kinderbetreuung der Stadt Wien im Sommer startet am Donnerstag. Die ÖVP ortet schon im Vorfeld Ineffizienz.
Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling spricht mit Kindern in einer Schulklasse.

Am Donnerstag, 19. März, startet die Anmeldung für die „Summer City Camps“ für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Die von der Stadt Wien organisierte Ferienbetreuung findet von 6. Juli bis 4. September an 34 Standorten in ganz Wien statt.

Im Vorfeld regt sich nun aber Unmut. 

Die Wiener ÖVP stößt sich daran, dass die Fördersumme gleich bleibt, sie beträgt 16,4 Millionen Euro, das Angebot an Betreuungsplätzen aber reduziert wird. Demnach würden heuer rund 1.500 Betreuungsplätze weniger zur Verfügung stehen als im Vorjahr, ein Minus von 4,3 Prozent. Dadurch würden sich die Kosten pro Kind auf rund 497 Euro erhöhen, größtenteils aus Steuermitteln finanziert. „Zum Vergleich: Eine Woche in einem privaten Tenniscamp in Wien liegt laut Marktübersicht bei etwa 380 Euro“, ärgert sich die ÖVP.

„Aufgrund deutlich gestiegener Personal- und Betriebskosten wurde das Angebot im Freizeitbereich an einzelnen Standorten angepasst, um weiterhin ein verlässliches und qualitativ hochwertiges Ferienangebot für Wiens Kinder sicherzustellen“, heißt es dazu bei den zuständigen Neos.

Abrechnung

Die Wiener ÖVP beanstandet auch, dass weder ein geprüfter Jahresabschluss noch ein Verwendungsnachweis für die "Summer City Camps 2025" dem Förderakt beiliegen würden – obwohl beide laut Förderrichtlinien verpflichtend seien. Hier widerspricht man bei den Neos: „Die Abrechnung der Förderung für das Vorjahr läuft planmäßig. Die Frist dafür endet am 30. Juni 2026, daher müssen diese Unterlagen für die aktuelle Antragstellung noch nicht vollständig vorliegen.

Wiens ÖVP-Chef Markus Figl und Familiensprecherin Sabine Keri wollen dranbleiben. „Bei Familien darf nicht weiter gespart werden – vor allem wenn die verwendeten Mittel ineffizient eingesetzt werden. 

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