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Chronik Wien
04/26/2021

Verpfuschtes Facelift: Falscher Schönheitschirurg praktizierte in Wien

Der Mann "praktizierte" an mehreren noblen Adresse in Wien.

Für eine Wienerin endete der Wunsch nach jünger aussehender Haut in der vergangenen Woche im Krankenhaus, denn der angebliche Arzt, der bei der Frau ein Fadenlifting durchführte, war gar kein Arzt und hatte nie eine medizinische Ausbildung genossen. Begonnen haben dürfte die "Karriere" des 33-jährigen Serben als Beauty-Doc schon im April 2020.

Seit damals mietete der Mann immer wieder Wohnungen in Wien an, die er dann als Arztpraxis nutzte. Die Adressen waren nobel: Seine letzte Praxis befand sich am Opernring 7 in der Wiener City. 

Junges Aussehen für wenig Geld

Der Mann, der in Österreich geboren ist und daher perfekt Deutsch spricht, bot seine Eingriffe über Soziale Medien an. Wirkliche Operationen führte er nicht durch, er hatte sich auf kleinere Eingriffe wie das Spritzen von Botox oder Hyaluronsäure spezialisiert. Er praktizierte relativ preiswert. Außerdem bot er sogenannte Fadenliftings an.

Dabei werden dem Patienten mehrere Fäden unter der Haut eingezogen, die diese straffen sollen. Eigentlich sollten sich die Fäden nach einiger Zeit auflösen, das taten sie bei einer Geschädigten aber nicht, weswegen die Frau im Krankenhaus operiert werden musste. Sie verständigte daraufhin die Polizei. 

Die Ermittler trafen den Mann schließlich am Sonntag in seiner "Praxis" am Opernring an. Dort dürfte er an diesem Tag bereits mehrere Eingriffe vorgenommen haben, was benutzte Spritzen belegten. Außerdem hatte er schon 2.680 Euro eingenommen. 

Polizei warnt

Da der Mann schon seit über einem Jahr aktiv war, vermutet die Polizei, dass es noch weitere Opfer gibt und bittet diese, Anzeige zu erstatten. Prinzipiell warnt die Polizei eindringlich, derartige Angebote zu ästhetischen Behandlungen, welche ausschließlich über soziale Medien beworben werden, anzunehmen:

  • Vertrauen Sie keinen Internetseiten ohne seriösem Impressum.
  • Prüfen Sie die Bewertung anderer Kunden und führen Sie eine Internetrecherche über die Anbieter durch.
  • Weitere Präventionstipps erhalten Sie auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention.
  • Auch die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133 zur Verfügung. 

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