Chronik | Wien 07.03.2018

Stadtrechnungshof prüft Christkindlmarkt-Ansuchen

Der Christkindlmarkt am Wiener Rathausplatz 2013. Wien am 16.11.2013. © Bild: KURIER/Jeff Mangione

Der Christkindlmarkt steht weiter in der Kritik der Stadt-Opposition

Der Druck auf den Verein zur Förderung des Marktgewerbes wächst. Obmann Akan Keskin wird von FPÖ und Neos seit Jahren "rote Freunderlwirtschaft" vorgeworfen. Echte Antworten auf die vielen Fragen rund um die Intransparenz bei der Vergabe der Stände am Christkindlmarkt gab es bisher nicht. Bestätigt ist derzeit nur, dass Familienmitglieder von SPÖ-Funktionären Stände betreiben, wie zum Beispiel Keskins Tochter. Auch Familie und Freunde des Präsidenten des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Wien sind am Christkindlmarkt als Standler vertreten. Wer die Standbetreiber, nach welchen Kriterien auswählt, wird trotz mehrmaliger Fragen im Gemeinderat nicht veröffentlicht.

Hoffen auf Ludwig

Nun scheint Licht in die Sache zu kommen. Nach einem Bericht des KURIER stellte die FPÖ im Dezember 2017 ein Prüfansuchen an den Stadtrechnungshof. FP-Landtagsabgeordneter Udo Guggenbichler: "Unser Ansuchen wird derzeit geprüft. Nicht zu sagen wer in der Vergabe-Jury sitzt, ist einfach inakzeptabel."

Auch die Neos machten am Dienstag ihrem Ärger Luft. " Keskin hat den eigentlichen Zweck des Vereins zu seinen Gunsten entfremdet. Niemand hat mehr Einfluss oder Einblick in die Vorgänge rund um den Betrieb des Christkindlmarktes", sagte die Wiener Neos-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger.

Sowohl FPÖ als auch Neos warten nun auf Taten des neuen Bürgermeisters Michael Ludwig. "Wir hoffen, dass er sich nicht zum Obersumpfmeister macht", sagte Meinl-Reisinger.

( kurier.at ) Erstellt am 07.03.2018