Serienbetrüger in Wien festgenommen: Polizei sucht Opfer
Nach monatelangen Ermittlungen ist der Wiener Polizei ein Coup gegen einen mutmaßlichen Serienbetrüger gelungen.
Beamte des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt nahmen am 16. Juli einen 41-jährigen Kroaten im 1. Bezirk auf frischer Tat fest. Der Mann soll seit Mitte April mehr als 70 Menschen mit einer erfundenen Notlage um ihr Geld gebracht haben.
Nach Angaben der Polizei sprach der Verdächtige seine Opfer vor allem in Tiefgaragen und Geschäftslokalen an. Dabei behauptete er, sich aus seinem Auto ausgesperrt zu haben. Sein Mobiltelefon, seine Geldbörse und seine Ausweispapiere befänden sich angeblich im versperrten Fahrzeug. Zudem erklärte er, dringend zu einem Termin nach Salzburg reisen zu müssen.
Opfer übergaben mehrere Hundert Euro
Mit dieser Geschichte bat der Mann seine Opfer um Bargeld für eine Zugfahrt und eine Unterkunft. Er versprach jeweils, den geliehenen Betrag bereits am nächsten Tag zurückzuzahlen oder zu überweisen. Viele der Angesprochenen glaubten ihm und händigten ihm zwischen 100 und 600 Euro aus.
Die Polizei sucht nach diesem Mann.
Schaden von 20.000 Euro
Laut Polizei werden dem Beschuldigten derzeit mehr als 70 Betrugsfälle zugerechnet. Der bislang bekannte Gesamtschaden beläuft sich auf rund 20.000 Euro. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der 41-Jährige nach seiner Festnahme in eine Justizanstalt eingeliefert.
Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich höher sein könnte. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Wien die Veröffentlichung von Lichtbildern des Verdächtigen angeordnet. Personen, die ebenfalls von dem Mann getäuscht wurden, werden gebeten, sich beim Stadtpolizeikommando Landstraße unter der Telefonnummer 01-31310-58252 zu melden.
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