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Chronik | Wien
06/05/2019

Schwerer Kohlenmonoxid-Unfall in Wien-Meidling: Zwei Verletzte

Es kam zu einer potenziell lebensgefährlichen CO-Konzentration in einer Wohnung. Die Ursache ist noch nicht bekannt.

Eine 35-jährige Frau und ein zwölfjähriger Bub sind am Mittwochnachmittag mit schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen aus einer Wohnung in Wien-Meidling geborgen worden. Laut Corinna Had, Sprecherin der Wiener Berufsrettung, wurden die Einsatzkräfte kurz vor 15.00 Uhr in die Meidlinger Hauptstraße gerufen. In einer Wohnung befanden sich die beiden Patienten.

Die Wiener Berufsfeuerwehr setzte laut ihrem Sprecher Jürgen Figerl Gasmessgeräte ein und stellte eine potenziell lebensgefährliche CO-Konzentration fest. Die beiden Patienten wurden geborgen und notfallmedizinisch versorgt. Die Rettung brachte die Frau mit einem Rettungswagen in ein Spital, das Kind wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Ursache für den Unfall ist noch nicht geklärt. Die Feuerwehrleute kontrollierten die Nachbarwohnungen, wo aber keine erhöhten Kohlenmonoxid-Werte gemessen wurden.

Feuerwehr warnte vor Klimageräten

Erst am Dienstag war es zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage in Wien zu einem Kohlenstoffmonoxid-Unfall durch ein mobiles Klimagerät gekommen. Durch den Betrieb des Gerätes war es zu einem Unterdruck in einer Wohnung in Rudolfsheim-Fünfhaus gekommen, daher konnten die Abgase der Therme nicht über den Fang abziehen. Vier Bewohner wurden verletzt.

Die Feuerwehr warnte erneut davor, in Wohnungen mit Gasthermen mobile Geräte zu verwenden, die Luft aus der Wohnung saugen. Das können mobile Klimageräte, eingebaute Ventilatoren oder Dunstabzugshauben sein.