Chronik | Wien
02.02.2012

Schwechat: Hund enttarnt Haschisch-Buddha

Der Wiener Polizei und dem Schwechater Zoll gelangen zwei spektakuläre Drogenfunde.

Dass Gefängnis nicht unbedingt der Resozialisierung dienen muss, zeigt eine mutmaßliche Drogenbande, die durch das Landeskriminalamt Wien gesprengt wurde. Fast 15 Kilo Kokain sollen über diese Gruppe in Wien verteilt worden sein.

Vermutlicher Kopf der Bande ist ein 1996 verurteilter Mörder, der erst seit dem Vorjahr wieder in Freiheit ist. Er soll gemeinsam mit einem 51-jährigen „Häf’nfreund“ einen Kokainring aufgezogen haben. Brisant: Dieser hat zehn Jahre für Suchtgifthandel ausgefasst und soll während seiner Freigänge aus der Justizanstalt Garsten (OÖ) die Deals angebahnt haben. In seiner Zelle fanden sich auch Handys, mit denen der 51-Jährige Instruktionen erteilt haben dürfte.

Nach längeren Observierungen durch Beamte des Landeskriminalamts Wien (Gruppe Beigelbeck, Major Berger) konnten insgesamt zwölf Personen festgenommen und 25 Abnehmer angezeigt werden. Die Bande steht in keinem Zusammenhang mit Lokalen oder Prominenten, laut einem Ermittler wurden die Drogen „im Stil des Ameisenhandels“ Stück für Stück an verschiedenste Verkäufer verteilt. Sichergestellt wurden insgesamt fast ein Kilo Kokain und ein paar Gramm Marihuana.

Boyke schlägt zu

Auch am Flughafen Wien-Schwechat wurde Rauschgift sichergestellt. Im Gepäck einer Studentin, die aus Indien ankam, waren zwei Buddha-Statuen, bei denen Spürhund Boyke angeschlagen hatte. In der Röntgenstraße stellte sich heraus, dass die Buddhas mit 4,5 Kilo Cannabisharz (Haschisch) gefüllt waren. Die junge Frau wurde der Polizei übergeben.