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Chronik Wien
12/12/2018

Prozess mit Roland Düringer wurde vertagt

Finanzreferent seiner Liste soll Spendengelder eingesteckt haben. Der Angklagte sei plötzlich "erkrankt".

von Daniel Melcher

Heute ab 9.15 Uhr hätte sich der Finanzreferent der Liste "Meine Stimme Gi!t" vor Gericht verantworten müssen. Unter anderem hätte beleuchtet werden sollen, wofür der Angeklagte das Geld verwendet haben soll. Die Verhandlung wurde vertagt, da sich der Beschuldigte als krank gemeldet hatte. 968 einzelne Spenden soll die von  Roland Düringer gegründete Liste „Meine Stimme G!LT“ vergangenes Jahr erhalten haben. Der Beschuldigte soll laut Anklage rund 20.000 Euro in die eigene Tasche gesteckt haben.

Der Tatzeitpunkt soll zwischen 21. April und 19. November 2017 liegen. Den Großteil habe der ehemalige SPÖ-Gemeinderat aus Niederösterreich vom Bankkonto der Liste einfach abgehoben. Neben Listen-Mitbegründer Walter soll auch das prominenteste Mitglied der Liste, Roland Düringer, vor Gericht als Zeuge aussagen. Naderer meinte im KURIER-Gespräch, dass bereits nach Bekanntwerden des Falles schwierig gewesen sei, den Verdächtigen ausfindig zu machen. "Wir haben dann versucht, ihn an den Adressen, an denen er aufhältig war, zu besuchen und zu kontaktieren“, schildert der ehemalige Landtags-Abgeordnete in NÖ (für verschiedene Parteien und als freier Abgeordneter).

Ex-Politikerin als Richterin

Die Richterin, die den Prozess führen hätte sollen, ist auch keine Unbekannte. Die ehemalige Justizministerien Claudia Bandion-Ortner hätte dem Angeklagten die Fragen stellen sollen.

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