Chronik | Wien
06.12.2018

Personalrochaden bei den Wiener Grünen

Ab Donnerstag wird beraten, wer frei werdende Mandate erhält und ob die Klubspitze neu besetzt wird.

Im grünen Rathausklub stehen Personalrochaden an. Mit dem bevorstehenden Ausscheiden von Planungssprecher Christoph Chorherr aus der Politik und dem baldigen Wechsel von Sozialsprecherin Birgit Hebein ins Planungsressort werden nämlich zwei Mandate frei.

Wer diese erhalten wird und ob auch die Klubspitze neu besetzt wird, diskutiert die Fraktion ab Donnerstag bei einer zweitägigen Klausur.

Wie berichtet, will sich Chorherr um den Jahreswechsel zurückziehen. Anspruch auf seinen Sitz im Stadtparlament hätte Bundesrätin Ewa Dziedzic, doch sie verzichtet. „Ich konzentriere mich auf meine Tätigkeit im Bundesvorstand und werde das Mandat nicht annehmen“, sagt sie dem KURIER.

Damit kommt die nächste Kandidatin auf der grünen Liste zum Zug: die Neubauer Bezirksrätin Ursula Berner. Parteiintern wird damit gerechnet, dass sie das Mandat annimmt, Berner gibt sich noch zurückhaltend.

„Wir sind noch in intensiven Verhandlungen“, teilt sie auf Anfrage mit.

Daniel Landau

Kommt Daniel Landau?

Spätestens Mitte 2019 wird ein weiterer Sitz im Gemeinderat frei: Bis dahin löst Hebein Maria Vassilakou als Stadträtin ab. Theoretisch könnte Vassilakou ins Stadtparlament zurückwechseln – das gilt in grünen Kreisen aber als unwahrscheinlich.

Das freie Mandat steht dem Lehrer und Bildungsaktivisten Daniel Landau zu. Ob er es annehmen würde? „Eindeutig ja. Ich will unverändert meinen Beitrag zur Bildung leisten“, sagt er.

Weitere Themen der Klausur sind eine etwaige Neuverteilung der Agenden unter alten und neuen Mandataren sowie die Besetzung der Klubspitze.

Der langjährige Klubchef David Ellensohn erzielte bei der grünen Spitzenwahl hinter Hebein und Wirtschaftssprecher Peter Kraus nur Platz drei, gilt in der Fraktion aber als gut verankert.