© Kurier/Gilbert Novy

Chronik Wien
03/05/2020

Pariser Flair für die Wiener Praterstraße

Das Team vom Ramasuri hat das Barfly übernommen, die Bar "Praterstrasse"eröffnet am Freitag offiziell.

von Julia Schrenk, Marco Weise

Ab heute, Freitag, hat die Praterstraße eine neue Bar. Und die heißt: „Praterstrasse“. Sie hätte auch Aspernbrückengasse heißen können, aber das wäre dann wohl doch ein Alzerl zu sperrig gewesen.

Dort, wo ATV 20 Jahre lang Privatfernsehen gemacht hat – in der Aspernbrückengasse 2 – wird ab heute Party gemacht. Heinz Tronigger (ehemaliger Betreiber der Albertina Passage) und Hennes Weiss (einstiger Chef der Pratersauna), haben die Räumlichkeiten gepachtet – für mindestens 20 Jahre.

Retro-Chic

Eineinhalb Jahre wurde umgebaut. Die Wände sind nun aus feinstem Samt, die Couches aus Leder, die Einrichtung im Stil der 1970er gehalten. Man setzt auf Orange und Blau. Es gibt eine wuchtige Bar (darüber hängen Rohre), eine große Tanzfläche (mit Leitschienen), ein Hinterzimmer und Kunst.

„Nur“ eine Bar will man dann aber nicht sein, sondern auch Club, Lounge und Kunstraum: Künstlerin Brigitte Kowanz, die Österreich 2017 bei der Biennale in Venedig vertreten hat, hat das Bild „Introduction“ als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Martin Grandits stellt etwa einen Haufen weißer Socken hinter einem Glastisch aus – die man auf Anfrage auch kaufen kann.

Damit kein Lärm nach außen dringt, wurde die Fassade getauscht und durch extra schalldichte Dreifach-Verglasung ersetzt. Außerdem gibt es eine Sound-Schleuse beim Eingang ins Hinterzimmer – das ist nämlich der Raum, wo getanzt wird. Die Schleuse soll den Lärm drinnen halten.

Ab 1. Mai bekommt die Bar auch einen Schanigarten auf der Praterstraße. Dann startet nämlich die Küche – und zwar mit einem eigenen „Sauerteig-Konzept“, wie Hennes Weiss dem KURIER erzählt.

Dieser Schanigarten ist aber längst nicht der einzige, der in diesem Jahr auf dem Abschnitt vom Nestroy-Denkmal bis zum Donaukanal neu eröffnet. Das Team vom Ramasuri hat gemeinsam mit Benjamin Weidinger von der Pizza Randale das ehemalige Barfly – samt großartigem Vorplatz – übernommen.

Aus dem Tschocherl, das früher vor allem Kettenraucher und ATV-Mitarbeiter nach Dienstschluss beherbergt hat, soll ein Restaurant werden – und zwar mit „Pariser Flair“, wie der KURIER erfahren hat. 50 Sitzplätze will man dort im Erdgeschoß und auf der Galerie schaffen.

Bespielen will man das Restaurant von Dienstag bis Samstag mit einem „reinen Abendkonzept“, wie Gabriel Alaev vom Ramasuri erzählt. Serviert werden sollen „anspruchsvolle internationale Speisen“. Was genau, ist noch geheim.

Steffl-Blick

Diniert werden soll hauptsächlich im Obergeschoß, schließlich hat man von dort den besten Blick auf den Stephansdom. Im Erdgeschoß soll’s eher um Flüssiges gehen. Die Bar wird komplett umgebaut, das Design stammt – wie auch beim erst kürzlich eröffneten Adlerhof – vom Atelier Karasinski.

Wie das neue Lokal heißen wird, will das Team vom Ramasuri noch nicht verraten. Allerdings: Das Barfly wird es nicht bleiben, so viel steht fest.

Ramasuri
Bobo-Lokal mit Nestroy-Blick.
2., Praterstraße 19

Praterstrasse
Lounge, Café, Bar, Disco.
2., Praterstraße 18

Mochi
Grätzel-Legende. Lokal auf Nummer 15; alles zum Mitnehmen gibt es bei OMK gegenüber auf  Nummer 16.

Café Ansari
Orientalisch essen in hübschem Ambiente. Auch Praterstraße 15.

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