Chronik | Wien
05.04.2018

Panne: Anrufbeantworter statt Rettungs-Notruf

Weil die Berufsrettung Wien mit einem technischen Problem kämpfte, erreichten manche nur einen Anrufbeantworter.

Zu einer kuriosen Antwort kam es am Mittwoch in Wien, wenn man den Notruf der Rettung gewählt hat. In einem Forum berichtet ein Wiener, dass er den Notruf alarmieren wollte, aber nur eine elektronische Stimme ertönte. „Als wir 144 angerufen haben, kam nur der Anrufbeantworter. Woraufhin wir die Polizei angerufen haben, die gemeint hat, dass sie sofort einen Krankenwagen schickt“, postete der Betroffene.

Auf KURIER-Nachfrage heißt es bei der Berufsrettung Wien, dass es zu einem technischem  Problem gekommen ist und die Anrufe über die Handys entgegengenommen werden mussten. „Das Notstromaggregat in der Leitstelle musste geplanter Weise erneuert werden. Weshalb man planmäßig in die Ausweichleitstelle musste“, sagt eine Sprecherin. Dieses wird in Notsituationen, wie einem Bombenalarm verwendet. Um sechs Uhr Früh hätten die Mitarbeiter die Ausweichleitstelle bezogen und problemlos bis nachmittags gearbeitet, auch Anrufe entgegengenommen. „Das hat sehr gut funktioniert. Aus bisher unbekannter Ursache ist dann aber um 14 Uhr die Telefonanlage ausgefallen“, heißt es.

Notfallplan

Laut Berufsrettung hat man dann auf einen Notfallplan zurückgegriffen. Eingehende Anrufe wurden auf Smartphones umgeleitet, was die Mobilbox-Anruf des Betroffenen erklärt. Gleichzeitig wurden Polizei und Berufsfeuerwehr  verständigt und  ein Teil der Mitarbeiter zur Leitstelle der Feuerwehr geschickt. Die Krankenwagen hätte man über den Funk erreicht. Eine Firma wurde indes beauftragt, das technische Problem zu beheben. „Innerhalb weniger Minuten waren wir aber wieder erreichbar“, heißt es. Mittlerweile sei der Defekt komplett behoben worden.