Chronik | Wien
06.12.2017

OSZE-Gipfel in Wien: Totalsperren und Eurofighter-Einsätze

Treffen von 41 Außenministern sorgt für Verzögerungen und Totalsperren. 2000 Polizisten und 900 Soldaten sind im Einsatz.

Wegen des Ministerrats der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa ( OSZE) wird am Donnerstag und Freitag die Innere Stadt zur Hochsicherheitszone. Da die 41 Außenminister in der Hofburg zusammenkommen – Österreich hat heuer den Vorsitz –, wird die Wiener Polizei morgen mit rund 2000 Beamten im Einsatz sein. Am Feiertag werden dann rund 600 Uniformierte für die Sicherheit sorgen.

Eurofighter über Wien

"Es wird zu über 100 Begleitungen der Delegationen kommen", sagt Polizeisprecherin Irina Steirer. Die Beamten, die die Außenminister vom Flughafen abholen und auch wieder retour bringen, sind ebenfalls für die Sicherung der Strecke und der Hotels, in denen die Politiker übernachten, zuständig.

Beim Gipfel werden unter anderem der amerikanische und der russische Außenminister erwartet. Neben den Sondereinheiten Wega und Cobra werden auch die Bereitschaftseinheit, die Diensthundeeinheit, die Verkehrsabteilung und das Landesamt für Verfassungsschutz involviert sein.

Unterstützt wird die Polizei vom Bundesheer, das den Luftraum schützen wird. "Dabei sind 900 Soldaten sowie 22 Luftfahrzeuge des Bundesheeres im Einsatz, wie beispielsweise die Eurofighter", heißt es vom österreichischen Militär.

Straßensperren

Autofahrern wird geraten, den Ring großräumig zu meiden. Er wird am Donnerstag von 8 bis 10 Uhr von der Urania bis zum Burgtor gesperrt sein. Dies ist notwendig, damit die Politiker sicher zur Hofburg gebracht werden können. Der ÖAMTC warnt deshalb vor Verkehrsverzögerungen nicht nur auf der Ausweichroute, der Zweierlinie, sondern auch auf Zufahrtsstraßen zum Ring und zum Franz-Josefs-Kai.

Im Laufe der zwei Tage könnte es auch anderswo zu temporären Straßensperren kommen, Ampeln werden teils für die Politiker auf Grün geschaltet. Selbst in den Abendstunden kann es zu zähem Verkehr kommen. Für Touristen, die zu Fuß rund um die Hofburg unterwegs sind, werde es keine Einschränkungen geben.